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Studie: Warum Werbebriefe auch im digitalen Zeitalter überlegen sein können
04.06.2018 Werbebriefe sind auch im Zeitalter der Digitalisierung ein wirksames Werbemittel. Das hat eine Studie der Universität Kassel ergeben. Demnach verweigern nur 20 Prozent aller Haushalte Werbebriefe aktiv durch Aufkleber auf Briefkästen. In Sachen Werbewirkung ist Brief einer E-Mail oft deutlich überlegen.
Tatsächlich werden die meisten versandten Werbebriefe geöffnet, so der Wirtschaftswissenschaftler: "Trotz oft gegenteiliger Vorstellungen, öffnen - laut Ergebnissen aus Panelstudien von Marktforschungsinstituten - rund 70 Prozent aller Empfänger ihre erhaltenen Werbebriefe." In bestimmten Branchen, beispielsweise Kosmetik, seien es sogar über 90 Prozent. Die Zahl aktiver Werbeverweigerer sei dagegen relativ gering: Nur etwa 20 Prozent aller Personen gehen durch Aufkleber an ihren Briefkästen aktiv gegen Direktwerbung vor, so das Ergebnis der Studie, an der 230 Personen aus ganz Deutschland teilgenommen haben. 2,2 Prozent sind in die Robinsonliste eingetragen. Die Robinsonliste ist eine Schutzliste mit Kontaktdaten von Personen, die ungefragt keine Werbung erhalten wollen.
Werbebriefe bieten Unternehmen auch in Zeiten von E-Mail und Social Media Vorteile. Sie gelten im Vergleich zu E-Mails als glaubwürdiges Medium. Zudem müssen sie nicht zwangsläufig geöffnet werden, um Erfolg zu haben. Auch ein ungeöffneter Brief kann eine Botschaft senden. Ein gut gestalteter Umschlag mit Logo und Slogan des Absenders hinterlässt oft einen Eindruck, so der Markeing-Professor.
