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Welche Produkte Deutsche bevorzugt online kaufen: Wo Shops noch wachsen können
23.03.2015 Nach rasantem Wachstum in 2013 stagniert nun die Zahl der Menschen, die bevorzugt online einkaufen. Vom Wachstumsknick betroffen waren in 2014 vor allem Pionier-Branchen des E-Commerce.
Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie Total Retail 2015 , für die Berater PWC über 19.000 Konsumenten weltweit befragt hat, darunter 1.000 Verbraucher in Deutschland.
"Beim Verkauf von Büchern, Unterhaltungselektronik und Bekleidung lassen sich kaum noch neue Online-Shopper gewinnen. Für die Händler geht es darum, die bestehenden Online-Kunden zu binden und die Ausgaben pro Kunde online oder kanalübergreifend zu steigern", so die Einschätzung von Gerd Bovensiepen, Leiter des PwC-Geschäftsbereichs Handel und Konsumgüter in Deutschland und Europa.
In anderen Branchensegmenten ist der Trend zum Online-Kauf auch 2014 ungebrochen: Bereits heute kauft ein großer Anteil der Konsumenten Spielwaren (55 Prozent), Haushaltsgeräte (47 Prozent), Sport- und Outdoor-Ausrüstung (42 Prozent) sowie Schmuck und Uhren (38 Prozent) vorzugsweise online. Der Anteil der online-affinen Käufer ist für diese Warengruppen in den vergangenen drei Jahren um durchschnittlich rund 28 Prozentpunkte pro Jahr gestiegen.
In diesen Segmenten haben Händler beste Chancen, im Internet weitere Neukunden für sich zu gewinnen oder ihre Kunden aus dem stationären Geschäft zum Einkauf im eigenen Online-Shop zu motivieren.
Ein Offline-Segment bleibt dagegen der Markt für Gesundheits- und Kosmetikprodukte. Die Mehrheit der Verbraucher kauft diese Artikel lieber im Laden vor Ort; nur knapp 20 Prozent bevorzugen den Kauf im Internet, mit einer stark sinkenden Tendenz.
Möbel und Haushaltswaren kaufen 30 Prozent der Deutschen am liebsten im Internet, bei Heimwerkerprodukten bevorzugen 25 Prozent den Einkauf per Mausklick und rund 12 Prozent der Verbraucher beziehen ihre Lebensmittel vorzugsweise online. In diesen Segmenten, mit einem bislang vergleichsweise geringen Anteil an Online-Shoppern, bestehen gute Wachstumsaussichten für Online-Händler.
