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Mit IP-Diensten laufen Anbieter in die Kannibalisierungsfalle
12.09.2002 (iBusiness) Obwohl der Umsatz über Internet-Protocol-Dienste stetig wachsen wird, sind die Dienste kein Garant für einen Aufschwung bei den Telekommunikationsunternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Europastudie von Marktforscher Cap Gemini Ernst & Young.
Im Gegensatz zu der von Industrieseite häufig vertretenen Ansicht, dass die IP-Technologie die Branche spalten würde, gibt es dabei nach Auskunft der Befragten nur zwei Probleme: Zum einen die Echtzeit-Dienste (insbesondere Sprache) in notwendiger Qualität anbieten zu können und zum anderen die Kosten durch komplexe Netzwerke.
"Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass IP-Dienste einer der Schlüsselfaktoren für Innovationen und Geschäftsmodelle der Netzbetreiber werden. Allerdings sind wir skeptisch, ob mit Hilfe der IP-Dienste in den nächsten zwei Jahren die hohen Schulden und Netzwerküberkapazitäten abgebaut werden können", erläutert Helmut Gulde, Vice President der Telekommunikationsabteilung das Fazit der Studie. Besonders Storage- und Hosting-Dienste wiesen hohe Margen auf, so die Marktforscher.
Allerdings würden die Anbieter von IP-Lösungen stark unter dem Kannibalisierungseffekt leiden. Denn ihre hohen Investitionen kämen lediglich Bestandskunden zugute und würden nur zum kleinen Teil durch das Neukundengeschäft refinanziert. Daher sei es für die Anbieter wichtig zu prüfen, inwieweit sie mit IP-Diensten neue Umsatzquellen schaffen können.
