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Bertelsmann-Aufsichtsratsvorsitzender Schulte-Hillen tritt zurück
20.11.2003 (iBusiness) Gerd Schulte-Hillen, Vorsitzender des
Aufsichtsrates der Bertelsmann AG, verlässt den Konzern zum Ende des Geschäftsjahres 2003. Man habe sich auf "eine einvernehmliche und freundschaftliche Beendigung der von Gerd Schulte-Hillen wahrgenommenen Mandate" verständigt, wie es von Unternehmensseite heißt.
Schulte-Hillen, geboren 1940, begann 1969 nach einem ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Studium seine Karriere als Assistent der Geschäftsleitung der Bertelsmann-Druckerei Mohndruck in Gütersloh. Mit der Übernahme des Vorstandsvorsitzes 1981 hat Schulte-Hillen sich auf die strategischen Entwicklungen der Verlagsaktivitäten von Gruner+Jahr konzentriert. 1985 wurde er in den Vorstand der Bertelsmann AG berufen, bereits ein Jahr danach zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Seit 1. November 2000 war Gerd Schulte-Hillen Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bertelsmann AG und stellvertretender Präsidiumsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung. Den ehrgeizigen Plänen von Ex-Vorstandschef Thomas Middelhoff stand er kritisch gegenüber und hatte der alten Führung vorgeworfen, sie habe teilweise die Möglichkeiten der Internet-Ökonomie überschätzt.
Darüber hinaus hat der Medienkonzern die zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs hat Bertelsmann sein operatives Ergebnis fast verdoppeln können. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) habe Bertelsmann im dritten Quartal 207 (Vorjahr: 116) Millionen Euro verdient. Der Umsatz sank auf 3,9 von 4,2 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. In den ersten neun Monaten stieg das EBITA auf 435 (Vorjahr: 291) Millionen Euro. Laut Finanzvorstand Siegfried Luther will Bertelsmann an seiner Prognose festhalten, im Gesamtjahr ein besseres operatives Ergebnis als im Vorjahr (936 Millionen Euro) erreichen zu wollen.
