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Internet-Vermietung von DVDs auf dem Vormarsch

09.08.2004 (iBusiness) Der DVD-/Videogesamtmarkt verzeichnet neue Rekordmarken. Im ersten Halbjahr 2004 wurden 14 Prozent höhere Gesamtmarktumsätze erzielt, der DVD-Verkaufumsatz ist um 32,7 Prozent gestiegen. Auch der DVD-Mietmarkt konsolidiert sich. Für neue Impulse hat die Internet-Vermietung gesorgt.

Die Analysen der GfK Panel Services Consumer Research GmbH aus Nürnberg, die im Auftrag der deutschen Filmförderungsanstalt (FFA) durchgeführt werden, belegen, dass der Gesamtmarktumsatz aus dem Verkauf und der Vermietung von Bildtonträgern von 632 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2003 in diesem Jahr im gleichen Zeitraum um weitere 14 Prozent auf 720 Millionen Euro gestiegen ist.

Innerhalb der letzten drei Jahre ist der Gesamtmarktumsatz der ersten Jahreshälften damit von 489 Millionen Euro im Jahr 2001 um 47,2 Prozent gestiegen. Die zweite Jahreshälfte mit dem traditionell verkaufstärksten vierten Quartal lässt für den Home Entertainment Markt daher auch in diesem Jahr neue Umsatzrekorde erwarten.

Weiterhin eindrucksvoll sind laut GfK insbesondere die Ergebnisse des Videokaufmarktes. Mit einer Performance von plus 19 Prozent (von 493,1 Millionen Euro 2003 auf 586,9 Millionen Euro 2004) hat der Verkauf der Bildtonträger entscheidenden Anteil am Gesamtmarktwachstum.

Der Umsatz aus dem Verkauf digitaler Bildspeicher ist laut GfK allein um 32,7 Prozent auf 527 Millionen Euro (von 397,3 Millionen Euro 2003) angestiegen. Die Stückzahl der abgesetzten Silberlinge hat sogar um 57,3 Prozent zugenommen. Nach 23,71 Millionen Stück im ersten Halbjahr 2003 sind in diesem Jahr im gleichen Zeitraum bereits 37,3 Millionen Stück verkauft worden.

Mittlerweile wird im Bildtonträgerverkauf nur noch jeder zehnte Euro (10,2 Prozent) mit dem Videokassettengeschäft verdient. Nach 95,8 Millionen Euro 2003 wurde mit dem Verkauf von 6,27 Millionen Videokassetten (nach 9,33 Millionen Stück 2003) 59,9 Millionen Euro eingenommen.

Nachdem die Videotheken im ersten Halbjahr des letzten Jahres noch einen Rückgang der Vermiettransaktionen in Höhe von 15,4 Prozent auf 51,85 Millionen Verleihvorgänge beklagen mußten, kann man laut GfK angesichts der diesjährigen Quote von -3,7 Prozent auf 49,92 Millionen Verleihvorgänge von einer Konsolidierung sprechen. Obwohl sich die DVD-Vermietungen von 88,5 Millionen um 27,2 Prozent auf 112,6 Millionen gesteigert haben, konnten die Rückgänge von 59,8 Prozent der VHS-Transaktionen (von 50,7 Millionen auf 20,4 Millionen) nicht ausreichend kompensiert werden. Der Verleih herkömmlicher Videokassetten hat im ersten Halbjahr 2004 dann auch nur noch einen Anteil von 15,3 Prozent des gesamten Verleihumsatzes erwirtschaftet.

Neue Impulse hat der Vermietmarkt dagegen vor allem durch die DVD-Internet-Vermietung erhalten. Im ersten Halbjahr ist bereits jede zehnte DVD entweder per Internetbestellung und anschließender postalischer Übersendung (7,4 Prozent) oder aus dem Automaten (2,9 Prozent) verliehen worden. Insgesamt hat der Vermietmarkt zu 18,5 Prozent des gesamten Branchenumsatzes beigetragen.

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