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Studie: Online-Handel gewinnt beim DVD-Geschäft an Bedeutung

von sr

16.04.2007 Im vergangenen Jahr haben die Deutschen so viele DVDs gekauft wie nie zuvor. Von diesem Umstand profitieren zunehmend auch Online-Händler, wie eine aktuelle Studie zeigt.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland erstmals mehr als 100 Millionen DVDs verkauft, wie eine aktuelle Marktstudie im Auftrag des Bundesverbands Audiovisuelle Medien   ermittelt hat. Im Jahr 2005 wurden erst 98,7 Millionen Scheiben verkauft. Kurios: Obwohl die Zahl der DVD-Verkäufe im Jahr 2006 gestiegen ist, haben die Umsätze im DVD-Geschäft erneut abgenommen. So ist der Umsatz aus dem Verkauf der Bildtonträger im vergangenen Jahr im Vorjahresvergleich um vier Prozent auf jetzt 1,307 Millionen Euro gesunken (2005: 1,366 Millionen Euro).

Der Verband führt die sinkenden Umsätze auf die "preisaggressive Vermarktung neu veröffentlichter Top-Titel zurück". So ist der durchschnittliche Preis einer Disc im Jahr 2006 auf 12,86 Euro gesunken (2005: 13,39 Euro).

Der Umsatz der Home-Entertainment-Branche aus dem Verleihgeschäft lag 2006 bei 284 Millionen Euro. Das ist ein Minus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2005: 320 Millionen Euro). "Die Videotheken hatten im vergangenen Jahr besonders unter der Fußball-WM und dem Super-Sommer zu leiden", klagt der Verband.

Interessant: Was die DVD-Verkäufe betrifft, spielen Online-Bestellungen eine immer wichtigere Rolle. So wurden im vergangenen Jahr bereits 23 Prozent aller Discs online geordert. Im Jahr 2002 lag dieser Wert erst bei 18 Prozent. Nach wie vor am meisten DVDs werden allerdings im Elektro-Fachhandel gekauft: Im Jahr 2006 traf dies auf jeden dritten DVD-Kauf zu (2002: 41 Prozent). Gestiegen ist dagegen die Zahl der Verkäufe, die über Drogeriemärkte zustande kommen: von drei Prozent aller Käufe im Jahr 2002 auf aktuell neun Prozent.

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