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Jeder dritte Onlinehaushalt kauft Weihnachtsgeschenke im Web

18.11.2004 (iBusiness) Jeder dritte Haushalt mit Internetanschluss kauft inzwischen seine Geschenke online. Dabei wird nicht gekleckert, sondern geklotzt, denn über 90 Prozent der deutschen Internetnutzer schenken viel und gerne. Jeder Vierte gibt sogar mehr als 250 Euro für Geschenke aus. Zudem spielt für über 70 Prozent das Weihnachtsgeld keine Rolle bei der Kaufentscheidung.

Ein Großteil der Deutschen lässt sich weiterhin am liebsten im Laden beraten. Dies geht aus der Studie 'Weihnachtstrends 2004 - Was schenken die Deutschen?' der Münchner eCircle AG   hervor. So gehen 81 Prozent nach wie vor bevorzugt ins Geschäft. Dennoch holen Onlineshops, wie etwa Amazon   oder Shopping24, deutlich auf: 67 Prozent aller Haushalte informieren sich vor dem Kauf von Geschenken und Produkten im Internet bei Shoppingportalen, wobei 41 Prozent direkt die Website des Herstellers besuchen. Damit liegt das Internet an zweiter Stelle hinter dem Einzel- und Fachhandel vor Ort.

Darüber hinaus ist für 31 Prozent der Befragten klar, dass sie einen Teil ihrer Geschenke auch online einkaufen werden. Der größere Teil, mit 51 Prozent, ist jedoch noch unsicher und nur 17 Prozent werden auf keinen Fall online bestellen. Erstaunlich ist zudem, dass inzwischen jeder Vierte seine Geschenke mit Sicherheit bei Ebay ersteigern wird. "Dieses Verhältnis ist überraschend und dürfte für Onlineshop-Betreiber sehr interessant sein. Im Weihnachtsgeschäft kann noch viel bewegt werden", ist sich Milan Dolinar, Bereichsleiter eCircle Research, sicher. Jeder fünfte Käufer könne sogar bis zum letzten Tag erreicht werden. Denn 69 Prozent der Befragten fällen erst in den allerletzten Wochen vor Weihnachten ihre Kaufentscheidung. Gefragt sei deshalb die Kommunikation am PoS und Marketinginstrumente, mit denen schnell auf das Kaufverhalten reagiert werden könne, empfiehlt Dolinar.

Obwohl 87 Prozent der Teilnehmer meist das Richtige von ihrer Familie und ihren Freunden geschenkt bekommen, gibt es doch einen signifikanten Unterschied zwischen dem, was Weihnachten 2004 verschenkt werden soll und was tatsächlich gewünscht wird. Die Spitzenreiter unter den geplanten Geschenken sind Bücher mit 55 Prozent, gefolgt von Musik mit 48 Prozent und Kosmetik mit 40 Prozent. Dies stimmt nur bedingt mit der tatsächlichen Top-Wunschliste überein, denn neben Büchern mit 41 Prozent wünschen sich die Befragten vor allem Computer und -zubehör mit 33 Prozent, Musik mit 32 Prozent und Bekleidung mit 30 Prozent. Demnach sind Computer oder Digitalkameras die gefragtesten Produkte zum Weihnachtsfest 2004.

Gekauft werden diese Produkte vor allem im Media-Markt. 42 Prozent der Teilnehmer gaben an, mindestens ein Produkt bei der Metro-Tochter zu kaufen. Auf den Plätzen folgen die Handelsriesen Karstadt und Quelle mit 34 bzw. 28 Prozent Kaufanteil. Insgesamt ergibt sich eine Top-10 Liste der Handelsunternehmen, die quantitativ am meisten vom Weihnachtsgeschäft profitieren werden - gleichsam das 'Who-is-Who' des deutschen Handels.

Insgesamt 6448 Personen haben an der Studie teilgenommen. Die Ausschöpfung lag bei 26 Prozent. Die Einladung wurde per E-Mail zugestellt, die Befragung erfolgte online auf dem ECircle-eigenen System.

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