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Internetnutzung stagniert

von sr

04.04.2005 (iBusiness) Die Zahl der Internetanschlüsse in Deutschland hat Anfang des Jahres leicht abgenommen.

Im ersten Quartal 2005 verfügten 61 Prozent der Deutschen einen Internetanschluß. Das ist das Ergebnis der aktuellen Internet-Strukturdaten der Forschungsgruppe Wahlen Online   (FGW Online GmbH). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist damit die Zahl der Internetnutzer zwar um vier Prozent gestiegen (I. Quartal 2004: 57 Prozent). Allerdings lag diese Zahl bei der letzten Erhebung für das vierte Quartal 2004 noch um einen Prozentpunkt höher (62 Prozent). Die Forschungsgruppe spricht daher von einer "gewisse Sättigung" des Marktes.

Ein Drittel der privaten Internetnutzer (36 Prozent) nutzt ISDN, 34 Prozent entweder DSL oder Breitband. Mit Modem surfern nur dagegen noch 26 Prozent. Doch egal ob Modem oder DSL: Am liebesten vergleichen Surfer im Internet Preise (67 Prozent der Nutzer). Einkaufen dagegen ist weniger beliebt. So schließen vergleichsweise nur 55 Prozent online Kaufverträge ab. Jeder zweite Surfer immerhin vertraut auf das Onlinebanking-Angebot seiner Hausbank. Online-Versicherungen und Online-Brokerage nutzen dagegen lediglich elf beziehungsweise zehn Prozent der Internetnutzer.

Nach wie vor nutzen noch immer mehr Männer als Frauen das Internet. Anfang 2005 waren zwei Drittel der männlichen Bevölkerung (67 Prozent) im Netz vertreten (I. Quartal 2004: 65 Prozent). Allerdings haben die Frauen weiter aufgeholt: So ist der Frauenanteil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf mittlerweile 56 Prozent gestiegen (I. Quartal 2004: 50 Prozent). Ebenfalls unverändert ist das Verhältnis von ost- zu westdeutschen Surfern. So sind auch im ersten Quartal 2005 sind mit 53 Prozent der Ostdeutschen deutlich weniger als Westdeutsche online (63 Prozent).

Besonders in den Altersgruppen bis 50 Jahren sind viele internetaffin: von den 18- bis 24-Jährigen mehr als drei Viertel (79 Prozent), von den 25- bis 29-Jährigen sowie den 40- bis 49-Jährigen jeweils 76 Prozent und bei den 30- bis 39-Jährigen 78 Prozent. Bei den Altersgruppen darüber fällt der Surfer-Anteil geringer aus. So sind zwar von den 50- bis 59-Jährigen noch zweit Drittel (67 Prozent) im Internet unterwegs. Bei den über 60-Jährigen ist dieser Wert mit gerade einmal 30 Prozent nicht einmal halb so hoch.

Wie bereits die letzten Erhebungen der Forschungsgruppe zeigten, besteht außerdem ein Zusammenhang zwischen formaler Bildung und Internet-Zugang. So verfügen beispielsweise vier von fünf Deutschen mit Hochschulreife über einen Internetanschluss. Dagegen surft aber nur einer von fünf Hauptschülern ohne Lehre. Unter jenen mit Mittlerer Reife sind schon etwas mehr als drei von fünf online.

Zudem steigt mit der beruflichen Qualifikation auch die Internetnutzung. So surfen 63 Prozent aller einfachen und mittleren Angestellten und Beamten, was in etwa dem gesamtdeutschen Surferschnitt entspricht. Stark unterdurchschnittlich ist dagegen der Anteil unter den Arbeitern mit nur 38 Prozent. Selbstständige wiederum sind mit 80 Prozent Surfer-Anteil überdurchschnittlich im Netz vertreten.

Die Quartalsdaten basieren auf repräsentativen telefonischen Befragungen insgesamt 3.762 Deutschen ab 18 Jahren.

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