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Der Schmutzwahlkampf findet online statt
03.08.2005 (iBusiness) Nach der SPD hat nun auch die CDU ihren Online-Schmutzwahlkampf (Marketing-Sprech: "Negative Campaigning") gestartet. Allerdings mit einer PR-Panne.
Statt eigene Stärken zu kommunizieren schießen sich hier die Protagonisten auf den politischen Gegner ein. Während die SPD es mit tagesaktuellen Angeboten versucht ("Lehrlingsgehälter kürzen - der einzige Vorschlag der Union zu Beginn des Ausbildungsjahres: Im heutigen Interview in der Welt präzisiert Unions-Fraktionsvize Ronald Pofalla, was seine Partei in ihr Programm geschrieben hat") operiert die CDU online mit einer statischen Seite ("Erinnern Sie sich noch? Gerhard Schröder (1998): "Wir wollen nicht alles anders, aber vieles besser machen." Eine Ansage, der viele weitere folgten. Neben Großspurigkeit und Übertreibung hatten sie eines gemeinsam: Es waren leere Versprechen.").
Süffisant notiert Spiegel Online die Panne, die der CDU bei der Vorstellung ihres Internet-Wahlkampfs unterlief: Auf der CDU-Homepage sei Merkel-Interview veröffentlicht worden mit dem Merkel-Satz, dass die Bruttolöhne um ein Prozent sinken, wenn wir die Lohnzusatzkosten senken". Auf der CDU-Seite wurde dieser Fehler korrigiert, obwohl das Original immer noch unter www.tagesschau.de abrufbar ist - wenn auch erstmals falsch: Diesmal hieß es, dass die Bruttolöhne steigen würden. Erst in der dritten Fassung stand zu lesen, was die Kandidatin tatsächlich gemeint hatte: Dass die Nettolöhne steigen würden.
