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Klauen ist ein Kavaliersdelikt

von UKL

18.08.2005 Eigentlich sollten Gerichte und Politiker ja für Rechtssicherheit sorgen. In Sachen Online-Urheberschutz scheint sich aber nicht viel zu tun. Eher dürften sich Webdesigner in die Zeit der deutschen Kleinstaaterei zurück versetzt fühlen - die Urteile fallen je nach Gerichtsort anders aus. Betrachtet man die Urteile der Richter dürfte so mancher Leser zusätzlich an seinem gesunden Rechtsempfinden zweifeln. So ist es nun amtlich: Das nur mal kurze Abschreiben von HTML-Code einer Konkurrenzseite ist erlaubt. Den Beweis, dass bei einer geklauten Website die nötige Gestaltungshöhe vorliegt, muss der Geschädigte erbringen. Bleibt nur zu hoffen, dass Richter und Beklauter dann über das gleiche Designempfinden verfügen.

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Ich wünsche ihnen einmalig gute Ideen und verbleibe

mit herzlichen Gruessen, Ihr
Ulrich Klein
Redaktion

Thema:

Urteil: Ohne 'Gestaltungshöhe' ist Klauen von Webseiten erlaubt

(iBusiness) Das OLG Frankfurt hat in einem Fall zwischen zwei Stellenanzeigen-Portalen das Kopieren einer Online-Anzeigenseite für zulässig erklärt. Nach geltendem Recht genüge es nicht, dass die Website von einem professionellen Webdesigner mit marktüblichem Aufwand sorgsam erstellt wurde und so dem Standard einer geglückten und nicht lediglich halbprofessionellen Webseite im Internet entspreche.

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Kommentar von UKL

Klauen ist ein Kavaliersdelikt

Eigentlich sollten Gerichte und Politiker ja für Rechtssicherheit sorgen. In Sachen Online-Urheberschutz scheint sich aber nicht viel zu tun. Eher dürften sich Webdesigner in die Zeit der deutschen Kleinstaaterei zurück versetzt fühlen - die Urteile fallen je nach Gerichtsort anders aus. Betrachtet man die Urteile der Richter dürfte so mancher Leser zusätzlich an seinem gesunden Rechtsempfinden zweifeln. So ist es nun amtlich: Das nur mal kurze Abschreiben von HTML-Code einer Konkurrenzseite ist erlaubt. Den Beweis, dass bei einer geklauten Website die nötige Gestaltungshöhe vorliegt, muss der Geschädigte erbringen. Bleibt nur zu hoffen, dass Richter und Beklauter dann über das gleiche Designempfinden verfügen.

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