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Yahoo half chinesischem Geheimdienst bei Oppositionsverfolgung

07.09.2005 (iBusiness) Das Internetportal Yahoo hat nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) die chinesische Regierung mit Informationen versorgt, die zur Inhaftierung eines oppositionellen Journalisten führten.

Die Hongkonger Filiale des Unternehmens habe laut RSF   der Staatssicherheit geholfen, den Journalisten Shi Tao zu identifizieren, der anschließend zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde. Der 37-Jährige war wegen "Verrats von Staatsgeheimnissen" verurteilt worden, weil er eine Anordnung der Regierung ins Internet gestellt hatte, die jedes Gedenken zum 15. Jahrestag des Tiananmen-Massakers von 1989 verbot. Yahoo Hongkong soll den chinesischen Ermittlern   geholfen haben, auf die Spur von Shis E-Mail-Adresse huoyan-1989@yahoo.com.cn zu kommen.

Yahoo Hongkong teilte zunächst lediglich mit, die Angelegenheit werde überprüft. Yahoo steht zusammen mit anderen Internet-Giganten wie Microsoft und Google seit langem in der Kritik, sich aus Geschäftsinteresse dem chinesischen Druck zu beugen und sensible Informationen in Suchmaschinen und Internetseiten zu zensieren. Die drei Portale kämpfen um den rasant wachsenden Markt in China, das zum zweitgrößten Internet-Nutzer weltweit nach den USA aufgerückt ist.

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