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Amnesty International kritisiert Yahoo als Helfershelfer der chinesischen Diktatoren
20.07.2006 (iBusiness) Die britische Sektion von Amnesty International hat die Kampagne 'Be irrepressible' gestartet und kritisiert dabei vor allem den US-amerikanische Suchmaschinenbetreiber Yahoo.
Yahoo habe auf Verlangen der chinesischen Behörden eine 'Selbstverpflichtung der Internetbranche' unterzeichnet und damit faktisch zugestimmt, den drakonischen Zensur- und Kontrollmechanismus in der Volksrepublik China anzuerkennen und sich dementsprechend zu verhalten.
Laut der US-amerikanische Yahoo-Sprecherin Mary Osako führe Yahoo derzeit "Diskussionen mit Regierungen, und nicht-staatlichen Organisationen wie Amnesty International". Ziel sei es, Verfahren für den "gewerblichen Umgang" mit Ländern zu finden, in denen "mit Content restriktiver umgegangen wird" als in den USA. Gleichzeitig wolle Yahoo die Prinzipien der freien Meinungsäußerung und Rede "vorantreiben".
Yahoo Deutschland wollte gegenüber iBusiness keinen Kommentar abgeben und verwies auf die US-amerikanische Stellungnahme.
Mit der gerade gestarteten Kampagne 'Be irrepressible' will Amnesty International (AI) derzeit den Druck auf Regierungen und Unternehmen wie Yahoo erhöhen, sich stärker an der Einhaltung von Menschenrechten zu engagieren. In einer Petition werden Regierungen aufgefordert, die Zensur von Websites zu beenden. Die Unterschriftenliste soll im November bei einer UN-Konferenz zur Zukunft des Internets präsentiert werden. Die Online-Petitionen und weitere Informationen können unter Irrepressible.info abgerufen werden.
