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Forrester Research bezweifelt Sinn Ebays Skype-Kauf
15.09.2005 (iBusiness) Die Marktforscher von Forrester Research zweifeln daran, dass sich die Übernahme von Skype für Ebay rentiert. Das unvorhersehbare Nutzerverhalten und eine starke Konkurrenz stellten den Kaufpreis von 2,1 Milliarden Euro in Frage.
Skype habe keinen einzigartigen Wert für Communities. Zwar könne Echtzeitkommunikation ein Vorteil für Auktionen sein. Doch essentiell fürs Ebay-Geschäft sei sie keineswegs.
Außerdem geht Forrester davon aus, dass nicht sicher sei, ob die Nutzer auch wirklich bei Skype bleiben werden. Damit sie bleiben, müsste Ebay fortlaufend in neue Funktionen investieren, um gegen Konkurrenten wie wie Google, MSN, Yahoo! bestehen zu können und die Kunden an sich zu binden.
Derzeit habe Skype keine nachhaltigen Vorteile bei der Kommunikation: Skype habe zwar die Integration von Sprache, Instant Messaging und Long Distance auf den Weg gebracht. Aber AOL , Google, MSN und Yahoo! hätten die Verknüpfung von Sprache und Instant Messaging bekannt gegeben, weshalb Skype zukünftig nur einer von Tausenden von Anbitern sein werde.
Zudem sei der Kaufpreis pro Skype-Nutzer sehr hoch. Bei 54 Millionen Teilnehmern bezogen auf den Kaufpreis liegt dieser bei 38 Euro pro Nutzer. Es sei jedoch keineswegs klar, wie hoch der Anteil der aktiven Nutzer ist und welchen Umsatz diese zukünftig tatsächlich einbringen werden.
Allerdings zeige die Bereitschaft von Ebay, einen so hohen Kaufpreis zu bezahlen, dass Sprachanwendungen übers Internet zunehmend den Markt erobern werden. Sprache werde immer mehr zu einer Servicekomponente. Außerdem prognostiziert Forrester Research , dass viele Unternehmen zukünftig Sprachanwendungen anbieten werden.
