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ZDF will Online-Inhalte auf den Fernseher bringen

von UKL

14.12.2005 (iBusiness) Das Breitband wird sich in nicht allzu ferner Zukunft als weiterer Verbreitungsweg des Fernsehens etablieren. Diese Prognose gab ZDF-Intendant Markus Schächter in einem Bericht über Stand und Entwicklung von ZDF-Online an den ZDF-Fernsehrat ab und mahnt gleichzeitig an, die Onlineinhalte seines Senders allen potenziellen Nutzern verfügbar zu machen.

16,5 Prozent der Haushalte in Deutschland verfügten laut ZDF Ende 2004 über einen Breitband-Internetanschluss dank DSL-Telefonleitung. Bis 2010 solle sich die Zahl voraussichtlich verdoppeln oder sogar verdreifachen, prognostiziert ZDF-Intendant Markus Schächter. Fernsehen über IP-Broadcast werde dann eine ernstzunehmende Alternative zu Breitbandkabel, Satellit oder terrestrische Sendernetze - zumal sie das Tripleplay von Fernsehen, Telefonie und Internet aus einer Hand und mit einer Flatrate ermögliche.

"Im Broadband-Bereich verschwimmen die Grenzen von Fernsehen und Internet", ist sich Schächter sicher. Dank der ständigen Verbesserungen und der erweiterten Fähigkeiten von Mobiltelefonen oder Smartphones rücke auch Fernsehen per Handy in greifbare Nähe. Und schließlich werde die drahtlose Heimvernetzung mit der Zusammenführung von Fernsehen, Internet und Telefonie auf der gleichen technischen Grundlage zum Szenario der nächsten Jahre.

Vor dem Hintergrund dieser technischen Entwicklung müsse das ZDF darauf achten, dass seine Online-Angebote allen potentiellen Nutzern zur Verfügung stehen können, gleichgültig, mit welchem Endgerät sie darauf zugreifen wollen, sagte der ZDF-Intendant. Voraussichtlich werde der Nutzer auf seinen Fernsehgerät nicht nur fernsehen, sondern auch seine Urlaubsvideos vorführen, auf dem PC gespeicherte Filme zeigen und Zugriff auf alle Mediendaten im Haus haben wollen. Zur Orientierung in einer größer gewordenen Fernsehwelt werde der Nutzer auf Marken vertrauen, die er kennt.

Stärkeres Gewicht bekommen nach Einschätzung des ZDF-Intendanten multimediale Inhalte wie komplette Nachrichtensendungen und Beiträge aus Informationssendungen. Zur Vertiefung von aktuellen Themen seien gezielt Animationen zur Darstellung komplexer Themen nachgefragt. Diesem Bedarf komme auch die Überarbeitung der ZDF-Mediathek im Internet nach. Dafür habe das ZDF in den zurückliegenden Jahren das Streaming von Inhalten des ZDF-Programms ausgebaut. Ergänzt werde das Angebot durch Livestreams anlässlich herausragender Ereignisse wie beispielsweise des Papstbesuches. Ziel sei es, die Höhepunkte des Programms zur zeitunabhängigen Nutzung bereit zu stellen.

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