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ARD und ZDF sehen ohne Internet keine Zukunft

18.10.2006 (iBusiness) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sehen sich in ihrer Existenz gefährdet, sollten sie nicht ihr Internetangebot ausbauen können.

ARD   und ZDF   dürfen laut Rundfunkstaatsvertrag bislang nur 0,75 Prozent ihrer Gesamtetats für Online-Aktivitäten ausgeben. Sollte sich das künftig nicht ändern, "werden wir zum aussterbenden Medium", sagte NDR  -Intendant Jobst Plog in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung  . Zu dem Anteil von 0,75 Prozent hatten sich ARD und ZDF selbstverpflichtet. Angesichts der "stürmischen Entwicklung" im Internet müssen die Öffentlich-Rechtlichen ihr Angebot ausweiten können, so Plog.

Private Rundfunk- und Inhalteanbieter (VPRT  ) stellen dagegen in Frage, ob das Onlineangebot von ARD und ZDF noch etwas mit Grundversorgung zu tun hat, die über Gebührengelder finanziert werden muss. Auch die EU-Kommission   zweifelt an der Rechtmäßigkeit der Internetaktivitäten von ARD und ZDF.

Derzeit arbeiten die Landesregierungen an einem Eckpunktepapier zur Rundfunkfinanzierung, um die Bedenken auszuräumen. Sie kritisieren, dass meinungsbildende Internetangebote "nicht, nicht in ausreichendem Umfang oder in hinreichender Qualität vorhanden" seien, obwohl es "für die Meinungsbildung wichtig" wäre. Daher sei ein Ausbau der Internetaktivitäten der Staatssender nötig.

In dem Eckpunktepapier ist auch eine genaue Prüfung neuer Onlineprojekte der Rundfunkanstalten vorgesehen. Demnach müssten auch private Wettbewerber vorab angehört werden.

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