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Ericsson startet mobiles iTV-Projekt

von UKL

19.12.2005 (iBusiness) Ericsson und die Norwegische Broadcasting
Corporation (NRK) haben die ersten Friendly-User-Tests für interaktive mobile TV-Sendungen gestartet. Handybesitzer können damit während einer Sendung abstimmen, chatten oder mit dem Moderator
kommunizieren.

Ericsson   und NRK   bieten dazu eine herunterladbare Software für das populäre interaktive TV-Portal Svisj   an. Mit ihr können die Fernsehzuschauer per Knopfdruck abstimmen, welches Musikvideo als nächstes gespielt wird und untereinander oder mit dem Video-Jockey (VJ) chatten.

Die Lösung arbeitet mit dem UMTS-Standard zusammen und wurde auf besonderen Wunsch des Partners auch für den GPS-Standard angepasst. Um am mobilen iTV teilnehmen zu können, benötigt der Nutzer ein java-fähiges Handy. Über einen Java-Client kann der Anwender an Abstimmungen im Fernsehprogramm und SMS-Chats teilnehmen. Startet der Nutzer den interaktiven TV-Dienst im Menü beginnt der Stream des TV-Signals im oberen Teil des Handys und synchron dazu die Inforamtionen im unteren Teil des Java-Clients.

Für Fernsehsender soll dies laut Ericcson neue Einnahmequellen aus kostenpflichtigen Zuschauerinteraktion, wie beispielsweise Chatten, Abstimmen und dem Versenden von Grüßen übers Fernsehprogramm bedeuten. Zusätzlich sollen die Sender Geld mit Sendelizenzen und Werbung verdienen. Das mobile interaktive TV soll den TV-Anstalten neue Zielgruppen erschließen und die Kundenbindung erhöhen.

Der norwegische Test läuft bis Ende Januar. Auch Deutschland ist bereits ins Blickfeld von Ericsson geraten: "Wir führen auch schon erste Gespräche mit deutschen Partnern", so Projektleiter Utkun Coskun auf iBusiness-Anfrage.

Zeitgleich hat Ericsson eine neue Software für Handys vorgestellt, die das Umschalten zwischen Sendern auf dem Handy so einfach wie mit der Fernbedienung am heimischen TV-Gerät machen soll. Die 'Channel Selector' genannte Lösung erlaubt erheblich schnelleres Umschalten zwischen den Programmen und einfacheren Zugriff auf alle über den Mobilfunk verfügbaren Kanäle.

Die Umschaltzeit zwischen den Sendern soll sich auf unter drei Sekunden verkürzen. Als sogenannte White-Label-Lösung kann die Software von jedem Netzbetreiber oder Service-Provider angepasst und unter eigenem Markennamen vermarktet werden. Die Kosten sind abhängig vom eingesetzten TV-Format und der Anzahl der Kanäle.

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