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Neues Verfahren killt Werbung in Videostreams

01.09.2006 (iBusiness) Das Geschäftsmodell für werbefinanzierte kostenlose Videostreams könnte künftig mächtig ins Wanken geraten. Zumindestens wenn es nach den Wissenschaftlern der TU Berlin geht, die auf der IFA ein neues Verfahren vorstellen, das Werbung in Videostreams "sicher erkennt und automatisch entfernt."

Die neue am Fachgebiet Nachrichtenübertragung der TU Berlin   entwickelte Technik soll Werbung in Videostreams zuverlässiger als bisherige Systeme in Echtzeit erkennen. Laut den Erfindern hätten erste Tests mit repräsentativen Videosequenzen ergeben, dass mit dem Verfahren über 90 Prozent der vorhandenen Werbung idendifiziert werden können. Nach dem Erkennen wird die Werbung automatisch entfernt. Um die Werbung in den Videostreams ausfindig zu machen, sucht die Lösung nach werbetypischen Merkmalen. Deskriptoren gemeinsam mit einem Klassifikationssystem erlauben die automatische Bearbeitung der Videoinhalte.

Die Erfinder wollen ihre 'Werbekill-Technik' sowohl im Massenmarkt als auch bei Business-Kunden etablieren. Für Konsumenten sei sie unter anderem in Verbindung mit Rekordern mit Videoaufzeichnung interessant. Unternehmen könnten damit beispielsweise Videodaten für das Internet und Suchmaschinen automatisch klassifizieren.

Die Erfindung ist zum Patent angemeldet und wird künftig von der Ipal GmbH   vermarktet. Die Ipal ist der gemeinsame Patentverbund der Berliner Hochschulen. Sie sorgt für den entsprechenden Rechtsschutz für neue Technologien und engagiert sich für die zeitnahe Vermarktung.

Für eine genaue Erläuterung der Funktionsweise des Verfahrens war bis Redaktionsschluss niemand erreichbar.

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