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SinnerSchrader behauptet sich auf den Platz eins
22.12.2005 (iBusiness) Als "größter netzwerkunabhängiger Internetdienstleister in Deutschland" sieht sich die Hamburger Agentur SinnerSchrader - und das, obwohl im aktuellen Ranking eine 4 auf dem Platzkärtchen steht. Die Konkurrenz reagiert verwundert auf das Vollmundmarketing.
SinnerSchrader-Sprecher Mark Pohlmann distanziert sich auf iBusiness-Nachfrage dann auch schnell von der Marketingformulierung: "Vielleicht ist der Begriff Internetdienstleister etwas unscharf gewählt", rudert er zurück. Der Begriff 'Online-Projektdienstleister' treffe den Sachverhalt vielleicht eher.
'Größter netzwerkunabhängiger Online-Projektdienstleister' will SinnerSchrader jetzt sein. Man sei größer als die Internet-Unit von Pixelpark. Und im Gegensatz zu den im 'New Media Service Ranking' vor ihnen platzierten Konkurrenten gehöre SinnerSchrader weder (wie Sapient ) einer amerikanischen Firma noch wie T-Systems Multimedia Solutions GmbH der Telekom . Eine interessante Methode, sich an die Spitze zu definieren. Schließlich versteht man unter einem Agenturnetzwerk für gewöhnlich ein Netzwerk von Agenturen - kein Beteiligungsverhältnis.
"Wenn SinnerSchrader meint, sie müssten dies behaupten, müssen sie es halt," schüttelt ein Mitbewerber von den Rankingplätzen davor den Kopf. Er will - natürlich, in der Interaktivbranche ist man ja höflich - namentlich nicht genannt werden.
Am: 22.12.2005
SinnerSchrader behauptet sich auf den Platz eins
Tipp aus dem Nordwesten der Republik: Gute Positionierung heisst doch, nicht der Dritte in einem fremddefinierten Markt zu sein, sondern erster im selbstdefinierten Markt. Wenn dann alle anderen die eigene Definition übernehmen, ist man der Erste. Heureka!
Nur sollte die Definition schon in irgendeiner Form sinnvoll sein und eine echte Kategorisierung erlauben. So ist mein rechter Fuss der größte rechte Fuss unter allen Füssen, die sich gerade unter meinem Schreibtisch befinden.
Have fun while un-positioning yourself!
