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Suchtrend: Expertenmeinung ersetzt den Algorithmus
13.01.2006 (iBusiness) In Zeiten von Web 2.0 wollen Internetnutzer zunehmend selbst Inhalte produzieren. Auf dieses veränderte Surf-Verhalten haben jetzt bereits die ersten Suchmaschinenanbieter reagiert. Und ihre starren Recherchekonzepte aufgebrochen.
Wer beispielsweise wissen will, welches der beste Stones-Song aller Zeit ist, findet hier die Antworten anderer Musikfans. "Das macht Lycos IQ zu einer attraktiven Alternative zu den Ergebnislisten der algorithmischen Suche, die zudem häufig mit Spam überflutet sind", freut sich Lycos-Produktdirektor Thomas Dominikowski.
Internetnutzer können bei ihrer Suche allerdings nur Experten befragen, die bei Lycos IQ registeriert sind und Fragen beantworten. Im Gegensatz zu Google Answers ist der Service aber kostenlos. Zudem kann jeder Surfer selbst ein Experte werden, wenn er sich dafür bei Lycos anmeldet. Über eine API-Schnittstelle können Surfer zudem die IQ-Suchmaske in ihren Blog einbauen und Besucher auf ihrer Website Fragen stellen lassen.
Auch Lycos-Konkurrent MSN hat seine Internetsuche ausgebaut. Unter dem Motto Suche hilft bietet der Online-Dienstleister eine Linksammlung zu Ansprechpartner rund um Alkoholmissbrauch, Aids und Mobbing. Laut dem Unternehmen wollen sich immer mehr Menschen in Lebenskrisen online informieren, da sie den Gang zu einer Praxis oder Beratungsstelle scheuen. Wer aber über eine traditionelle Internetsuche nach dem Begriff wie 'Lebensberatung' sucht, findet bei MSN schnell über zwei Millionen Treffer. Mit dem neuen Service-Angebot will MSN jetzt eine zentrale Informationsplattform für hilfebedürftige Surfer schaffen.
