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Online-Werbung: Burda Verlag setzt auf Communities statt auf Zielgruppen
03.04.2006 (iBusiness) Der Burda Verlag ändert seine Strategie und will die starre Anzeigenkonzept in seinen Print-Titeln jetzt interaktivieren. Die Münchner verzahnen daher ab sofort klassische Print-Werbung mit Online-Communities. Und können sich nach eigenen Angaben kaum noch vor Nachfragen retten.
Im Mittelpunkt der neuen Vermarktungsstrategie steht der direkte Dialog zwischen Lesern von Magazinen wie dem Focus und Anzeigenkunden. Diese schalten wie bisher eine Print-Anzeige und bieten ihren Kunden einen Response-Kanal. In der Regel verweisen die Werbetreibenden dann in ihren Anzeigen auf Blogs, Foren und Mailing-Listen, die Interessenten weitere Informationen zu einem Thema bieten. Wer beispielsweise im Focus eine Knie-Bandage bewirbt, bietet dann eine Community rund um das Thema Gesundheit an. Diese kann der Anzeigenkunden dann entweder sponsoren oder für Banner-Werbung nutzen.
Bei dem Vermarktungsmodell denken die Anzeigenkunden laut Burda nicht mehr länger im klassischen Zielgruppenmarketing. Statt Personen mit demselben Alter, Einkommen und Bildung bewerben die Anzeigenkunden hier Menschen mit denselben Interessen. "Durch die zunehmend Fragmentierung der Medienangebote und die Vielzahl der beworbenen Produkte ist die klassische Mediaplanung im Vergleich zu früher zu teuer geworden" bewirbt Jörg Blumtritt, Media Community Network GmbH, die neue Burda-Vermarktungsstrategie. Seinen Angaben nach interessieren sich rund 50 Unternehmen für das Community-Marketing, darunter BMW .
'Media Community Network' führt Burda derzeit als Task Force. Momentan sind hier vier Angestellte beschäftigt.
