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Trend-Studie: Auf welche Payment-Systeme Online-Händler setzen
11.07.2006 (iBusiness) Das Risiko auf Kundenforderungen sitzen zu bleiben stellt für viele Unternehmen noch immer eine Barriere für den Einstieg in den ECommerce-Handel dar, so eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie. Laut dieser planen 40 Prozent der befragten Unternehmen, zukünftig im Online-Handel mitzumischen. Was sich die zukünftigen Online-Händler erwarten und auf welche Bezahlsysteme sie setzen, haben die Analysten ebenfalls herausgefunden.
Ein Viertel der Unternehmen, die das Internet als Vertriebskanal nutzen, erzielt laut Studie mehr als 90 Prozent seiner Umsätze im Internet. Knapp die Hälfte der Unternehmen wickelt mehr als 100 Kaufvorgänge pro Monat ab. 17 Prozent der Unternehmen sind Profi-Seller, die mindestens 100 Kaufvorgänge pro Monat abwickeln und mehr als 90 Prozent ihres Jahresumsatzes im Internet erzielen.
Nur weniger als jede fünfte Website der Unternehmen, die das Internet als Vertriebskanal nutzen, richtet sich laut IBIS überwiegend an Selbständige, Unternehmen oder Behörden, 54 Prozent der Websites richten sich dagegen überwiegend an Verbraucher. Von den Unternehmen, die derzeit keine Waren oder Dienstleistungen über das Internet verkaufen, haben dagegen etwa 60 Prozent überwiegend Selbständige, Unternehmen oder Behörden als Kunden. Zukünftig erwarten die Analysten, dass der Anteil extern bezogener Leistungen zunehmen wird.
Laut Studie bemängeln Unternehmen im Durchschnitt insbesondere die Breite des Leistungsangebots der Anbieter, mit denen sie gegenwärtig bei der Zahlungsabwicklung zusammenarbeiten. Auf die Frage, welche Leistungen sie in Zukunft gerne von einem externen Dienstleister beziehen würden, haben die Befragten neben der Kreditkartenabwicklung (37 Prozent) insbesondere die Risikoprüfung (51 Prozent), das Mahnwesen / Inkasso (36 Prozent) und die Abwicklung von Teilzahlungsoptionen und Krediten (23 Prozent) genannt.
Von den Unternehmen, die derzeit den Einstieg in den Internet-Vertrieb planen (entspricht 40 Prozent der Unternehmen, die das Internet derzeit nicht als Vertriebskanal nutzen), nennen 81 Prozent die Erschließung neuer Zielgruppen und 45 Prozent die Forderung seitens ihrer Kunden als Grund. Auch die Unternehmen, die bereits Waren oder Dienstleistungen über das Internet verkaufen, sehen noch Wachstumspotenziale durch die Erschließung neuer Zielgruppen: Als wichtigste Maßnahmen zur Steigerung ihrer Umsätze in den nächsten beiden Jahren nennen knapp 60 Prozent dieser Unternehmen die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit, 54 Prozent die Erschließung zusätzlicher Vertriebswege (beispielsweise Ebay, Portale), 49 Prozent die Erhöhung der Werbeausgaben und 38 Prozent die Erschließung ausländischer Märkte.
Bei den angebotenen Payment-Dienstleistungen erwarten die Analysten für die Zukunft, dass insbesondere die Zahlung per Kreditkarte, Internet-Zahlungsverfahren und PayPal häufiger von den Unternehmen angeboten wird: 15 Prozent der Unternehmen planen das Angebot von Kreditkartenzahlungen, 13 Prozent von sonstigen Internet-Zahlungsverfahren und elf Prozent wollen PayPal als Zahlungsverfahren integrieren. Insbesondere kleine Unternehmen wollen laut Studie ihren Kunden verstärkt Zahlungen per Kreditkarte anbieten und so ihren derzeitigen Rückstand gegenüber großen Unternehmen im Angebot dieses Abrechnungsmodells etwas ausgleichen.
"Die Vermeidung von Zahlungsausfällen ist eines der drängendsten Probleme, das Unternehmen derzeit haben, wenn sie über das Internet verkaufen wollen", erläutert IBI-Analyst Thomas Krabichler die Studienergebnisse. Überraschend sei gewesen, dass relative viele ECommerce-Händler schon Kreditkaren-Zahlungen mit PIN-Verfahren einsetzen. "Ein Trend, der darauf gründet, dass Online-Händler sich hier weniger Sorgen um Charge-Backs machen müssen", begründet Krabichler die Attraktivität des neuen Payment-Verfahrens. Beim Pin-Verfahren mit Kreditkarten muss sich der Privatkunde für die Teilnahme vorab bei seiner Hausbank registrieren.
Nicht verwunderlich in dem Zusammenhang ist, dass auf die Frage, welche Leistungen Unternehmen in Zukunft gerne von einem externen Dienstleister beziehen würden, wurden neben der Kreditkartenabwicklung (37 Prozent) insbesondere die Risikoprüfung (51 Prozent), das Mahnwesen / Inkasso (36 Prozent) und die Abwicklung von Teilzahlungsoptionen und Krediten (23 Prozent) genannt.
Um die aktuellen Anforderungen und Probleme von Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Zahlungsabwicklungsprozesse im Internet aufzuzeigen und auf diese Weise Potenziale für zukünftige Prozessverbesserungen zu identifizieren, führte IBI Research im Februar und März 2006 eine umfassende Online-Befragung kleiner und mittlerer Unternehmen durch. Am Ende des Erhebungszeitraums lagen 503 vollständig ausgefüllte und auswertbare Fragebögen vor. Von den befragten Unternehmen haben bereits 62 Prozent Waren oder Dienstleistungen über das Internet verkauft. 38 Prozent der Studienteilnehmer nutzen das Internet derzeit nicht als Vertriebskanal.
