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Technologien: Warum der Mensch in den Mittelpunkt gestellt werden muss

11.08.2020 Seit Jahren steht das Thema Digitalisierung ganz oben auf der Agenda, nicht nur von IT-Organisationen und Unternehmen, sondern auch von Politik und Gesellschaft. Doch bislang sind die erzielten Fortschritte überschaubar, die Erwartungen bleiben hinter den Hoffnungen zurück; das haben nicht zuletzt die IT-Probleme zu Beginn und während der COVID-19 Pandemie deutlich gemacht. Ein Grund dafür ist, dass zumeist nicht der Mensch im Mittelpunkt von IT-Innovationen steht.

 (Bild: Pixabay/ geralt)
Bild: Pixabay/ geralt
Stattdessen lassen sich Unternehmen noch immer primär von unternehmerischen Überlegungen bei IT-Investitionen leiten. Dies ist eines der Ergebnisse der von Walnut im Auftrag von Lenovo zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser durchgeführten Studie Think human - Ready for the next normal zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser . In der Studie wurde untersucht, wie neue Technologien in Unternehmen eingeführt werden. Dadurch lassen sich Rückschlüsse über die Auswirkungen auf die Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz ziehen und Handlungsempfehlungen ableiten. Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie gehören:
  • Nur 6 Prozent der befragten IT-Manager sehen die Mitarbeiter als ihre oberste Priorität bei Entscheidungen für Investitionen in neue Technologien an
  • Fast die Hälfte (48 Prozent) der Teilnehmer berichtet von Technologie-Neueinführungen, in deren Folge die Arbeitsfähigkeit von Teams unmittelbar beeinträchtigt wurde
  • 47 Prozent der IT-Manager geben an, dass sich Mitarbeiter schwer tun, neue Software gewinnbringend anzuwenden, was letztlich die Produktivität beeinträchtigt
  • 21 Prozent der Anwender berichteten, dass neue Technologien dazu geführt haben, bestehende Prozesse zu verlangsamen, anstatt sie zu verbessern

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Erfolgreiche Technologie stellt den Menschen in den Mittelpunkt
(chart: Walnut)


Menschen, Prozesse und Technologie miteinander in Einklang zu bringen, ist eine nie endende Herausforderung. Selbst wenn es einem Unternehmen eine Zeit lang gut gelungen ist, so unterliegen diese drei Elemente doch so vielen Variablen und Schwankungen, dass ein fortwährender Ausgleich erforderlich ist. Vielmehr ist ein Umdenken in diesem Bereich unbedingt nötig.

Es winken eine höhere Produktivität und mehr Innovationskraft

Wenn Unternehmen bei ihren IT-Entscheidungen den Menschen nicht entsprechend berücksichtigen, drohen niedrigere Produktivität und weniger Innovationskraft. Die Geschwindigkeit, mit der sich Technologie weiterentwickelt, ist selbst für IT-Fachleute zuweilen atemberaubend. Die Teilnehmer an der Studie berichteten, dass sich Mitarbeiter regelmäßig von Tempo und Komplexität des technologischen Wandels überfordert fühlen. Infolgedessen meiden Mitarbeiter neue Technologien oder brauchen zeitintensive Unterstützung durch die IT-Teams, um auf den neuesten Stand zu kommen.

Deswegen sollten Unternehmen bei der Einführung neuer Technologien den Schwerpunkt darauf legen, dass ihre Mitarbeiter verstehen, welche Probleme dadurch gelöst werden und welche neuen Möglichkeiten sie eröffnen. Außerdem sollten die Mitarbeiter durch Schulungen und Fortbildungen bestmöglich vorbereitet werden und die Benutzerfreundlichkeit bei der Wahl der neuen Lösung stärker berücksichtigt werden. Anbieter sollten ihrerseits den Onboarding-Prozess so einfach wie möglich gestalten und dazu beitragen, die Anforderungen an das Service-Desk im Unternehmen zu reduzieren, indem sie AR-Tutorials und dialogorientierte KI-Software anbieten. Dann können neue Technologien ihr volles Potential auch wirklich entfalten und so zu einer gesteigerten Produktivität und mehr Innovation im Unternehmen beitragen.

(AutorIn: Susan Rönisch )

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