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Studie: Retail kommt nicht an online vorbei

von steiger_2

20.04.2018 Ständig ändernde Kundenpräferenzen gestalten die Customer Journey für moderne Käufergruppen sehr komplex. Der deutsche Einzelhandel kommt nicht an einer nahtlos verknüpften Customer Experience vorbei. Das zeigt die aktuelle Studie 'Deutschland Online'   von Worldwide Business Research Insights   anhand von fünf Themenbereichen auf.

 (Bild: Pixabay)
Bild: Pixabay
Bild: Pixabay unter Creative Commons Lizenz by-sa
Im Auftrag der Marketing-Plattform Olapic   wurden 100 Topmanager von führenden deutschen Einzelhändlern befragt, wie sie mobilen Umsatz generieren, Omnichannel-Strategien betreiben und neue Technologie nutzen. Die Analyse ergab fünf Themebereiche, bei denen sich Retailer auf die veränderten Kundenwünsche und -verhalten einstellen müssen:

  1. An Personalisierung führt kein Weg vorbei
    Eines der wichtigsten Ergebnisse: Personalisierung ist definitiv ausschlaggebend für den deutschen Einzelhandel. Alle Befragten bestätigen, dass sie in den nächsten zwölf Monaten in die Personalisierung ihrer Services investieren werden. Und mehr als die Hälfte davon wollen über eine Million Euro ausgeben, um dieses Ziel zu erreichen.

    Neben der Implementierung von Mobile Commerce und der Optimierung der User Experience auf Websites steht auch die Nutzung von interessantem, visuellem Content für den Einzelhandel ganz oben auf der Agenda. Einigkeit besteht darin, dass insbesondere die Kombination von fortschrittlicher Technologie und soliden visuellen Inhalten dabei helfen kann, Kunden individueller als bisher anzusprechen. Obwohl der mobile Handel bei vielen im Fokus steht, glauben 44 Prozent der Teilnehmer, dass sie einer umfassenden Omnichannel-Strategie immer noch nicht gerecht werden. 40 Prozent können zudem auch noch nicht genau den über mobile Geräte erzielten Umsatz nachvollziehen.

  2. Plattform Nummer eins ist das Smartphone
    57 Prozent der deutschen Retailer geben an, dass die mobile Conversion vier Prozent oder höher beträgt. Das unterstreicht die Tatsache, dass der Einzelhandel einen erheblichen Aufwand betreibt, um den mobilen Handel zu optimieren. Eine große Herausforderung ist die Zuordnung von Datensätzen zu den Customer Journeys auf unterschiedlichen Geräten und Touchpoints. Um die vollständige Customer Journey zu verstehen, ist es notwendig, die Kunden auf allen Geräten zu identifizieren. Wenn die Kunden jedoch von einem auf ein anderes Gerät wechseln, ist es schwer, ihnen 'auf der Spur zu bleiben'.

  3. Mehr Imput der Nutzer durch User Generated Content
    Auf die Frage, wie sie Onlinekäufer an ihre Marke binden möchten, gaben die Teilnehmer mehrheitlich an, dass sie vor allem jene Reibungspunkte beseitigen wollen, die zum Kaufabbruch führen. Dies kann durch das Erstellen von Online-Profilen, die Speicherung von Kartenangaben, bessere Lieferoptionen und One-Click Checkout-Optionen verhindert werden. Über 50 Prozent der Befragten ergreifen noch weitere Schritte, um die Kundenbindung zu verbessern. Die Integration von User Generated Content auf den Produktseiten und die Breitstellung von personalisierten Inhalten zählen zu den wichtigsten Maßnahmen. Der Einzelhandel erkennt nach und nach, dass dabei die Platzierung des richtigen Contents ausschlaggebend für Kaufimpulse ist. So nutzen 58 Prozent der Retailer Kurzvideos, um Kaufentscheidungen zu unterstützen. 87 Prozent der Befragten zeigen bereits Fotos, die von Usern aufgenommen wurden und 64 Prozent binden von Usern gedrehte Videos auf ihren Websites ein.

  4. Beim Kunden angekommen sind Social Advertising und Social Shopping
    Im Bereich Social Media ist der Einzelhandel gut aufgestellt. Fast alle Befragten integrieren die gängigen Social Networks in ihr E-Commerce-Angebot. Obwohl die Verknüpfung organischer Posts mit der Website die häufigste Verbindung ist, spielt auch Social Advertising eine wichtige strategische Rolle. 68 Prozent geben an, dass sie sich auch hierauf konzentrieren. Darüber hinaus gab über die Hälfte an, eine Shoppable-Instagram-Lösung implementiert zu haben, sodass direkt aus dem Kanal heraus auf das jeweilige Shopping-Portal weitergeleitet werden kann.

    Sofern Werbung über soziale Medien geschaltet wird, sehen die befragten Einzelhändler eigene Fotos der Verbraucher, die das Produkt oder die Dienstleistung zeigen, als die wirksamste Form von visuellem Content. Diese Erkenntnis ist besonders interessant, da sie zeigt, dass User Generated Content eine stärkere Beziehung zwischen Marke und Verbraucher herstellt und daher ein besseres Ergebnis bringt als Aufnahmen, die von den Brands selbst inszeniert wurden.

  5. Influencer Content muss Markenwerte transportieren
    bei 80 Prozent der Teilnehmer steht Content von Influencern hoch im Kurs und wir bereits eingesetzt. Retailer sind überzeugt, dass Influencer Content Authentizität rund um ihre Marke schafft. Einen Aspekt, den der Einzelhandel jedoch beachten muss, ist die Auswahl der richtigen Art von Influencern, denn diese sollten auch dieselben Markenwerte vermitteln. Dabei ist die Follower-Zahl nicht einzig ausschlaggebendes Kriterium. Vielmehr sollte sich die Influencer möglichst stark mit der Marke identifizieren, damit diese die Botschaften glaubwürdig verbreiten kann.
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