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Der Wille zum großen Ganzen

12.05.2022 Tencent und Amazon ticken anders, aber eines ist beiden gemeinsam: Der Wille, für ein großes Ganzes jenseits von Jahresbilanzen und außerhalb von Abteilungen und Märkten zu denken.

iBusiness-Analyst Sebastian Halm (Bild: Timo Bierbaum)
Bild: Timo Bierbaum
iBusiness-Analyst Sebastian Halm
Überträgt man diesen Ansatz auf den deutschen Markt und stellt die Frage, was sich hier mit einem ähnlich visionären Anspruch realisieren ließe, käme beispielsweise die Automobilbranche in Frage. Die beschränkt sich momentan darauf, Mobilitätszukunft vor allem als den Austausch brennstoffgetriebener gegen elektrische Motoren umzusetzen.

Doch es wäre ebenso denkbar, hier in Mobilität und den dafür notwendigen Ressourcen, sowie digitalen und logistischen Infrastrukturen zu denken. Eine Anwendung wäre spannend, die Nutzerinnen und Nutzern ohne großes Nachdenken, Einloggen und Durchrechnen der Kosten nahtlose Übergänge zwischen verschiedenen Mobilitätskonzepten erlaubt, etwa den Wechsel zwischen öffentlichem Nah- und Fernverkehr in den Individualverkehr inklusive der Abwechslung der Reiselogistik (wie Übernachtungen und die Bezahlung). Automobilkonzerne könnten Mobilitätskonzerne werden. Dummerweise denken deutsche Autobauer in Autos, so wie deutsche Verlage in Büchern denken. Diese Beschränkung aufzugeben und Konzepte mit einem digitalen Wesenskern zu gießen, ist, was die Tencents und Amazons beeindruckend macht.
Thema:

Tencent: Die Firma hinter der mächtigsten App der Welt

Tencent ist mit WeChat für China geworden, was Facebook gerne für die Welt wäre. Wie tickt der Milliardenkonzern, der die wohl mächtigste Social-App betreibt und was können Europas Firmen von ihm lernen?

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Das Tencent-Hochhaus: Imposanter Firmensitz in Shenzhen in China (Bild: Tencent.com)
Bild: Tencent.com
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Kommentar von Sebastian Halm

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