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Zu Langweilig? Die Hälfte der EM-Fans surft nebenbei im Netz
29.06.2016 50 Prozent der EM-Zuschauer sind parallel im Internet unterwegs, bei den Deutschland-Spielen sind es immer noch 30 Prozent. Während der Übertragung lassen sich branchenspezifisch Umsatzspitzen ausmachen.
Das ergab eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens Yougov sowie eine Analyse von 130.000 Onlinekäufen durch das Technologieunternehmen Intelliad Media während der Fußball-EM 2016. Als Referenz für die Veränderungen im Kaufverhalten dient der Intelliad E-Commerce Branchenindex, in dem Intelliad das Online-Kaufverhalten der Deutschen branchenübergreifend analysiert.
17 Prozent der Digital Natives shoppen während der Live-Übertragungen
Die Studie legt ebenso offen: Keineswegs rufen die Fußball-Fans übers Web nur Zusatz-Infos zu Spielen ab. Etwa jeder achte Fan (12 Prozent) kauft während der Live-Übertragungen parallel im Netz. Bei den Digital Natives ist es etwa jeder sechste (17 Prozent). Zudem zeigen die analysierten Kaufdaten, dass während der EM öfter am Handy geshoppt wird: So werden während der EM-Spiele 17 Prozent aller Käufe über Smartphones getätigt, bei Deutschland-Spielen sind es sogar 23 Prozent. Üblicherweise beträgt das Tagesmittel 13 Prozent."Die Ergebnisse der Untersuchung sind ein klares Signal an die ECommerce-Branche, das Second-Screen-Verhalten ihrer Zielgruppe zu analysieren und intelligent zur Optimierung ihres Online Marketings zu nutzen - zum Beispiel über gezielte Programmatic-Buying-Platzierungen und Mobile Kampagnen", empfiehlt Frank Rauchfuß , CEO von Intelliad Media.
Elektronikanbieter profitieren von der EM - Sportmode nutzt die Pausen
Insgesamt birgt die Fußball-EM für die ECommerce-Branche signifikante Umsatzpotenziale. Ein Viertel (23 Prozent) der EM-Fans passen laut Umfrage ihren Einkauf gezielt den Anstoßzeiten an und shoppen gezielt vor, während oder nach den Spielen. Einer der Gewinner ist die Elektronikbranche, die mit deutlich höheren Warenkörben (+ 44 Prozent) punktet.Wie differenziert die Fußball-Fans vorgehen, zeigt das Beispiel Sportmode: So ist der Absatz von Fanartikeln, Fußballschuhen etc. in der Halbzeitpause der 18-Uhr-Spiele am höchsten - satte 136 Prozent über dem Tagesmittel. Die beste Konversionsrate (drei Prozent) und die höchsten Warenkörbe (187 Euro) erzielt Sportmode allerdings in den 30 Minuten vor Anstoß des 21-Uhr-Spiels. Während der Partien dagegen liegen die Konversionsrate (2,7 Prozent) und auch Warenkorbhöhe (158 Euro) deutlich niedriger. "Gezielt Online-Werbung zu Mega-Events wie der Fußball-EM auszuspielen, gehört zweifellos zu den anspruchsvollsten Disziplinen im Performance Marketing. Es setzt ein Maximum an Consumer Insights, Branchenkenntnissen und technischem Knowhow voraus", sagt Frank Rauchfuß. "Eine wichtige Entscheidungsgrundlage sollten dabei für Marketer valide Benchmarks sein, wie sie auch unser ECommerce-Branchenindex aufzeigt."

