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Jeder dritte Deutsche wünscht sich mehr Menschlichkeit im digitalen Zeitalter

02.08.2018 Am Mehrwert des Internet of Things für ein angenehmeres Leben zweifeln 45 Prozent. 54 Prozent glauben, dass die Digitalisierung das Potenzial hat, das Leben der Menschen nachhaltig zu verbessern. Und die Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an eine künftige Job-Bedrohung durch Roboter, hat eine Umfrage ergeben.

 (Bild: geralt/Pixabay)
Bild: geralt/Pixabay
Mehr als jeder zweite Deutsche ist der festen Überzeugung, dass die Digitalisierung das Potenzial hat, das Leben der Menschen nachhaltig zu verbessern. Vor allem Männer (60 Prozent, Frauen: 47 Prozent) und junge Menschen (64 Prozent) glauben fest an die positive Kraft der Digitalisierung. Von einer lebenswerten digitalen Zukunft erwarten die Deutschen dabei vor allem ein hohes Maß an Menschlichkeit (31 Prozent), gefolgt von ethischen Werten wie Sicherheit (27 Prozent) und Freiheit (14 Prozent).

Die digitale Praxis sieht nach Meinung der meisten Deutschen jedoch ein wenig anders aus: 62 Prozent von ihnen haben aktuell nicht den Eindruck, dass der Fokus bei der Entwicklung digitaler Technologien auf den Bedürfnissen der Menschen liegt. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die Civey im Auftrag der NEXT Conference 2018   unter mehr als 5.000 Internetnutzern in Deutschland durchgeführt hat.

Deutsche wünschen sich einen neuen digitalen Humanismus

Hinsichtlich des fehlenden Fokus auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen glaubt knapp jeder zweite Deutsche (45 Prozent) nicht daran, dass die zunehmende Vernetzung technischer Geräte mit dem Internet (IoT) das Leben angenehmer machen wird. Insbesondere Frauen stehen der vernetzten Welt zwischen Smart Home und Connected Cars skeptisch gegenüber: Nur 29 Prozent von ihnen rechnen mit einem positiven Einfluss auf ihren Alltag (Männer: 41 Prozent).

Angst um ihren Arbeitsplatz haben im Spannungsfeld von Mensch und Technologie jedoch die Wenigsten: 87 Prozent der Deutschen sind sich sicher, dass Maschinen auch in Zukunft allenfalls geringfügige Teile ihres Jobs erledigen können. Für mehr Menschlichkeit im digitalen Zeitalter ist nach Meinung der Deutschen ein gesamt-gesellschaftliches Umdenken nötig, das bereits bei den jüngsten Nutzern beginnt: 91 Prozent sehen in der digitalen Bildung und Erziehung einen zentralen Bereich, der bei der künftigen Gestaltung einer lebenswerten digitalen Zukunft eine wichtige Rolle spielen sollte.
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