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Plattform-Ökonomie: Wo das Gefecht um die Web-Zukunft stattfinden wird

12.07.2022 Wie haben es Google, Amazon, Facebook und Co geschafft, ihre Macht zu erlangen - und eine Prognose, auf welchem Feld die nächste große Digital-Revolution stattfinden wird.

Google, Apple, Amazon, Facebook oder ein Hidden Champion: Wer errichtet im Web das alles beherrschende Biotop, die Plattform der Plattformen - oder ist das gar nicht, worum es geht. (Bild: Kellepics/Pixabay)
Bild: Kellepics/Pixabay
Google, Apple, Amazon, Facebook oder ein Hidden Champion: Wer errichtet im Web das alles beherrschende Biotop, die Plattform der Plattformen - oder ist das gar nicht, worum es geht.

Im uns bekannten Web-Universum gibt es eine Reihe von großen Häusern, die alle um die Vorherrschaft über den Rohstoff kämpfen, der dieses Universum am Laufen hält - die Nutzerdaten. Das Haus Google   etwa versucht es, indem es das Einfallstor zum Web kontrolliert - die Internetsuche, um die der Konzern herum eine ganze Reihe von Services aufgebaut hat; darunter sind vor allem Maps spannend, die von einer Karte zu einem Schweizer Taschenmesser der Mobilität geworden sind und von Routenplanung über Hotelbuchungen bis zu Restaurant-Reservierungen kaum Features vermissen lassen, die die Lebensplanung leichter machen können.

Das Haus Amazon   kontrolliert den Handel, und das gelingt ihm derart gut, dass es Google schon seit Jahren bei den Produktsuchen als erste Anlaufstelle für die Einkaufsrecherche überholt hat. Ganz nebenbei zapft der Konzern dabei die Daten der ShopperInnen mit seiner großen Webanalytics-Tochter namens Amazon Web Services ab - eine potente Mischung aus E-Commerce und Daten-Dienstleister ist so entstanden.

Das Haus Apple   dagegen hat eine große Mauer um sich und seine NutzerInnen gebaut, denen es in seinem hermetischen Kosmos jede Menge Schutz und Privatsphäre verspricht vor den gierigen Cookieschleudern und Trackinglösungen da draußen. Apple setzt dabei vor allem auf Endgeräte und proprietäre Firmwares.

Ganz anders dagegen geht das verfeindete Haus Facebook   vor, mit dem Apple schon ein paar Mal aneinander gekracht ist. Der als großer Vernetzer der Menschheit angetretene Konzern hat zunehmend das Image eines sozialen Brandsatzes erworben und versucht sich nun als ein Metaversum, ein Netz im Internet neu zu erfinden und statt NutzerInnen Erlebniswelten im Web zusammenzuschweißen.

Das waren jetzt genug bemühte Analogien zu Kriegen zwischen Häusern a la Dune und Game of Thrones. Doch tatsächlich haben sich diese großen Internetmonolithen, GAFA-Konzerne, wie man sie anhand ihrer Anfangsbuchstaben auch gerne nennt, mit der Zeit herausgebildet. Wie konnte es so kommen, dass wir eine Handvoll Ökosysteme haben, die eine Art Club der Web-Oligarchen betreiben? Wie haben sie es geschafft, Nutzerdaten in großem Stil anzuzapfen, wer befindet sich auf dem Weg zur Webherrschaft und vor allem: Gibt es Player, vielleicht aus der Brick-and-Mortar-Welt, die wir aktuell gar nicht auf dem Schirm haben, wenn es um die Zukunft des Internets geht?

Darüber redet iBusiness heute mit Ralph Sonntag, Marketingexperte und Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden  .




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Thema: Plattform-Ökonomie: Wo das Gefecht um die Web-Zukunft stattfinden wird

Kommentar von Sebastian Halm

Der bröckelnde Raum für Überraschungen

Wieso sollte eigentlich nicht mal ein Konzern aus der nicht-digitalen, alten Brick-and-Mortar-Welt die nächste Webrevolution auslösen?

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iBusiness-Analyst Sebastian Halm (Timo Bierbaum)
Bild: Timo Bierbaum
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