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Anti-Adblocking: Das Web gegen Adblocker und Werbeignoranz
14.09.2015 Mit verschiedenen neuen Formaten kämpft das Web gegen Werbemuffel und Adblocker - und offenbart manchmal nur die eigene Hilflosigkeit.
- Mit unblockbaren Pop-Up Ads geht die Washington Post gegen Besucher mit aktiviertem Adblocker vor: Die sehen etwa eine freundliche Aufforderung, doch ihre Email-Adresse anzugeben und als Gegenleistung Zugang zu einem Artikel zu bekommen, berichtet Business Insider
- Gar nicht mal ungeschickt geht Youtube vor und beraubt die Adblocker-Nutzer eines genuinen Vorteils der Nutzer ohne Werbe-Ausblender: Ab sofort kann ein Besucher mit Adblocker-Videos nicht mehr nach 5 Sekunden überspringen - was bei den meisten Preroll-Ads der Regelfall ist. Dieses Privileg gehört nun 'normalen' Besuchern - eine Strategie, die aufgehen wird, weil sie den Verzicht auf Adblocking mit eben dem Effekt belohnt, den sich die Nutzer von Anti-Advertising-Add-Ons eigentlich erhoffen.
- Eher hilflos dagegen erscheint das Produkt der Agentur These Days , das sich gegen Smart-TV-Zuschauer richtet: Wenn die eine Sendung via Pausentaste unterbrechen, ploppt eine Anzeige auf: Die kann dann stehenbleiben, während der Nutzer auf Toilette ist oder Bier holt; und sie verschwindet, sobald er wieder startet. Ähnlich geht der US-Festplattenrekorder Tivo vor und foltert Menschen, die vorspulen, um keine Werbung sehen zu müssen, mit Bewegtbild-Werbung während des Vorspulvorgangs.

