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IT-Arbeitsmarkt

Entlassungswelle: Microsoft und Google-Mutter Alphabet streichen tausende Stellen

20.01.2023 Um Kosten zu sparen, bauen die Tech-Giganten massenweise Arbeitsplätze ab: Laut Medienberichten streicht nun auch der Google-Mutterkonzern Alphabet 12.000 Jobs. Microsoft kündigte ebenfalls den größten Stellenabbau seit 2014 an.

 (Bild: Roszie auf Pixabay)
Bild: Roszie auf Pixabay
Weltweit sollen demnach beim Google-Konzern Alphabet   rund 12.000 Jobs wegfallen, was sechs Prozent der Belegschaft entspricht. Dies kündigte laut Medienberichten Firmenchef Sundar Pichai in einer E-Mail an die Mitarbeitenden an. Schon im November hatte der Facebook-Konzern Meta   den Abbau von 11.000 Stellen bekanntgegeben (-13 Prozent der Belegschaft). Im Januar kündigte Amazon   den Abbau von 18.000 seiner insgesamt 1,5 Millionen Stellen an. Am Mittwoch folgte die Ankündigung von Microsoft  , 10.000 Stellen (-5 Prozent) streichen zu wollen. Auch beim Software-Riesen Salesforce   sollen 8000 Stellen wegfallen. Ein Sonderfall ist Twitter  : Von den einst 7500 Mitarbeitenden musste mehr als die Hälfte gehen, nachdem Tech-Investor Elon Musk die Plattform übernommen hatte.

Die Gründe für den Sparkurs: In der Corona-Pandemie boomte das Geschäft der Technikkonzerne, sie stellten zum Teil zigtausende zusätzliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein. Doch der Boom ist zu Ende, zudem belasten die schlechte Konjunktur und die hohe Inflation die Bilanzen. Google und Meta bekommen außerdem die Werbezurückhaltung der Unternehmen zu spüren, Amazon die sinkende Kaufbereitschaft und steigende Logistik-Kosten.

Bei Alphabet dürften nun vor allem Stellen vom Abbau betroffen sein, die nicht zum Kerngeschäft zählen, wie Pichai in seiner E-Mail andeutet. Man wolle die Belegschaft an die zentralen Prioritäten des Konzerns anpassen. Dazu zählt etwa die Entwicklung künstlicher Intelligenz.

Trotz der Massenentlassungen bei den Tech-Riesen sehen die Jobaussichten in der deutschen Digitalbranche derzeit ganz gut aus, wie der aktuelle Bitkom-ifo-Digitalindex   zeigt. Demnach wollen 3 von 10 (30 Prozent) der befragten Unternehmen in diesem Jahr ihre Beschäftigtenzahl steigern. Rund zwei Drittel (62 Prozent) gehen von einer stabilen Beschäftigtenzahl aus. Nur rund jedes zwölfte Digitalunternehmen (8 Prozent) wird 2023 Arbeitsplätze abbauen.
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