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CES: Die Trends der Digitalen Industrie 2010

12.01.2010 Die Consumer Electronic Show in Las Vegas ist traditionell die Frühwarn-Messe der Digitalbranche der ganzen Welt. Für 2010 deuten sich in der Fülle der Produktneuheiten vier Trends an, die das Jahr bestimmen werden. Einen der größten Trends setzt dabei ein Hersteller, der auf der Consumer Electronic Show gar nicht anwesend war.

 (Bild: cesweb.org)
Bild: cesweb.org
 (Bild: cesweb.org)
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Bereits zum Fachbesuchertag der Consumer Electronic Show   in Las Vegas zeichnete sich ab, dass das Thema 3D der Umsatzmotor für die Unterhaltungsindustrie 2010 werden soll. In den vergangenen Jahren ist es in der Realität nur bei Ankündigungen entsprechender Geräte geblieben, im angebrochenen Jahr sollen nun tatsächlich die ersten 3D-Fernsehgeräte in den Ladenregalen stehen. So haben alle großen UE-Hersteller Geräte vorgestellt, die eine räumliche Betrachtung zulassen - zumindest mit Brille. Vor allem der hiesige Erfolg des derzeit laufenden Kinofilms Avatar dürfte der Unterhaltungselektronik-Branche Hoffnung auf Erfolg machen. So ist der Produzent des Streifens, Jon Landau, davon überzeugt, dass 3D eine ganz neue Erfahrung sei, auch im Homebereich. Auch auf die Content-Frage haben erste Hersteller eine Antwort. Toshiba   etwa verkündete eine Partnerschaft mit RealD  , deren 3D-Technik in Kinos zur 3D-Projektion genutzt wird. Das Heimkino entwickle sich rasant in Richtung 3D, und Toshiba wolle zur Avantgarde gehören.

Nicht nur bei den TV-Geräten setzen die Hersteller auf Dreidimensionalität. ViewSonic   zeigt gleich sechs Beamer, die mit 3D-Funktionen ausgestattet sind. Die räumliche Darstellung werden auch künftig Blu-Rays, die Nachfolger der DVD, beherrschen. Auf einen entsprechenden Konsens und technische Regeln konnten sich die Hersteller einigen. Sony   hat außerdem im Rahmen der Messe angekündigt, dass die Playstation 3 noch vor Ablauf von 2010 völlig 3D-kompatibel werde. Zwei kostenlose System-Updates sollen diese neue Funktion ermöglichen.

Microsoft   hingegen hat auf seiner Pressekonferenz den Starttermin für die 3D-Kamera Projekt Natal   verraten. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft soll das künstliche Auge im Handel stehen. Projekt Natal erlaubt das Steuern von Computerspielen allein mit Gesten, Sprachbefehlen und Körperbewegungen. Die Funktionen des Geräts sollen weit über ähnliche Lösungen der Konkurrenz hinausgehen, betont der Konzern. Microsoft steht unter dem Druck, den japanischen Wettbewerber Nintendo einzuholen, der mit der bewegungsempfindlichen Steuerung seiner Wii-Konsole Marktführer ist.

Zu den weiteren wichtigen Großtrends der Messe gehören mobile Endgeräte wie Tablet-PCs und EBook-Reader. Tablet-PCs werden in der Regel über ein berührungsempfindliches Display bedient. Unterwegs zeigen sie auf Wunsch auch Zeitungen oder E-Books an. Und mit Hilfe etwa einer ansteckbaren Tastatur verwandelt sich der tragbare Tablet-PC schnell in einen vollwertigen Arbeitsplatz. Besonders groß waren die Erwartungen an Microsoft. Der Softwaregigant und seine Partner - allen voran HP - versuchen seit Jahren, Tablet-PCs auf dem Markt zu etablieren. Nun ist die Zeit reif für die Technik, dennoch konnte Microsoft die Branche mit seinem Modell nicht überzeugen.

Für viele Branchenkenner ist der HP-Tablet kaum mehr als ein farbiger EBook-Reader. Auf ihm läuft eine angepasste Version der Amazon-Kindle-Software, erscheinen soll er Mitte 2010 und kosten weniger als 500 US-Dollar. Das war es im Grunde auch schon. Nun hofft man auf die Variante des Erzrivalen Apple  , der zwar auf der CES nicht vertreten war, aber vermutlich noch in diesem Monat seinen Tablet vorstellen wird. Doch auch andere Hersteller arbeiten fleißig an eigenen Lösungen. Auf der CES hat zudem die neue Minicomputer-Klasse der 'Smartbooks' Premiere gehabt, die zwischen Mobiltelefonen und den bisherigen Mini-Notebooks angesiedelt ist.

Wie angekündigt hat Plastic Logic   auf der Consumer Electronics Show E-Reader 'Que' offiziell vorgestellt. Laut CEO Richard Archuleta ist das Produkt nicht als weiteres Gerät zum Lesen elektronischer Bücher gedacht. Vielmehr soll der Que den typischen Inhalt einer Aktentasche ersetzen. Das rund 28 x 22 Zentimeter große Lesegerät ist weniger als einen Zentimeter dick und wiegt etwa 450 Gramm. Es verfügt über ein 10,7-Zoll-Display, das Graustufen darstellt. Die Bedienung erfolgt ausschließlich über den berührungsempfindlichen Bildschirm, der auch eine Gestensteuerung ermöglicht. Zu den unterstützten Dateiformaten gehören ePub, PDF und Microsoft Office. Im von Barnes & Noble betriebenen Que Store sind neben E-Books auch Zeitungen und Fachzeitschriften für Geschäftskunden erhältlich.

Trends der CES 2010
3DTV-Geräte, Beamer, 3D Blu-ray-Player, Digitalkameras, Camcorder, Konsolen
mobile EndgeräteTablet-PC, Ebook-Reader, Smartbooks, Multifunktionshandys
Digitalfoto-/VideografieGeräte mit Wechselobjektiven, größere Bildsensoren, drahtlose Datenübertragung
Thema: CES: Die Trends der Digitalen Industrie 2010

Kommentar von Susan Rönisch

Dritte Dimension wird die Digital-Industrie beflügeln

3D war das Top-Thema auf der diesjährigen CES in Las Vegas. Geht es nach dem Willen der Hersteller, soll vor allem das 3D-Heimkino 2010 der neue Umsatzmotor für die Branche werden. Ob sich allerdings 3D durchsetzt, wird an einer anderen Stelle entschieden.

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 (Hightext)
Bild: Hightext
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