Gut geplant, effizient gesteuert und in den Projektphasen agil bewältigt - auf welchen Säulen die optimale Umsetzung bei SAP Commerce Projekten steht und wo mögliche Fallen lauern, erfahren Sie anhand von Praxisbeispielen in diesem Webinar. Ihre Referenten vertreten dabei sowohl die Auftraggeber- als auch die Umsetzer-Seite.
Jetzt kostenlos anmelden
Dieser Thinktank ist eine exklusive virtuelle Gesprächsrunde auf C-Level über E-Commerce und die Herausforderungen für erfolgreiches Katalogmarketing.
Jetzt mitdiskutieren

EuGH-Urteil setzt erstmals Netzneutralität durch

16.09.2020 Laut dem Urteil dürfen Internetprovider keine Datenpakete anbieten, die bestimmte Apps von der Drosselung ausschließen.

 (Bild: Pixabay/Arek Socha)
Bild: Pixabay/Arek Socha
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser hat erstmals die Netzneutralität gegen einen Internetbetreiber in Ungarn durchgesetzt. Die EU-Regel besteht seit fünf Jahren und besagt, dass Provider keine Seiten bevorzugen oder benachteiligen dürfen. Der "Zugang zum offenen Netz" soll so gewährleistet werden.

Geklagt hatte der ungarische Anbieter Telenor zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser . Er bietet die Datenpakete 'MyChat' und 'MyMusic' an, bei denen die Internetgeschwindigkeit nach einem Gigabyte gedrosselt wird. Im 'MyChat'-Paket sind jedoch Facebook, Whatsapp, Twitter und Instagram von der Drosselung ausgenommen, bei 'MyMusic' wird die Verwendung von Deezer, Apple Music oder Spotify nicht auf das Datenvolumen angerechnet.

Die zuständigen ungarischen Behörden hielten diese Pakete für unzulässig und verboten sie. Auch das EuGH sieht in seinem Urteil zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser einen klaren Verstoß gegen die Netzneutralität. Provider dürfen demnach bestimmte Apps nicht bevorzugt behandeln und die Nutzung der übrigen Dienste nach Verbrauch des Datenvolumens blockieren oder verlangsamen. Solche Angebote könnten Apps benachteiligen, die nicht bevorzugt behandelt werden. Je mehr Menschen solche Handyverträge abschließen, umso mehr würde dies die Netzneutralität untergraben. Tenor darf seine Pakete mit Bevorzugung deshalb nicht mehr anbieten.

(AutorIn: Frauke Schobelt )

Anzeige

Ausgewählte Agenturen und Dienstleister zu diesem Themenbereich:

Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
Ihr Kommentar: 
Teilen Artikel merken

Für diesen Seite von iBusiness steht eine Mobile Ansicht zur Verfügung.
Umleiten?