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Wegen Adblockern: Banner nur noch in nicht sichtbaren Bereichen

01.04.2016 Inzwischen haben 38 Prozent der deutschen Internetnutzer einen Adblocker installiert. Die Werbeindustrie will den Adblocker-Nutzern nun entgegen kommen, beschloss der Onlinewerbe-Gesamtverband/Offener Technologie Trasfer (O GOTT) auf seiner Jahrestagung. Ein Großteil der Bannerwerbung soll in Zukunft in nicht sichtbaren Bereichen der Webseiten angezeigt werden.

Marketing experten wissen: Noch gibt es viel zu viel sichtbare Onlinewerbung. (Bild: Faz.de / Hightext Verlag)
Bild: Faz.de / Hightext Verlag
Marketing experten wissen: Noch gibt es viel zu viel sichtbare Onlinewerbung.
"Zwar wird schon heute ein Großteil der geschaltet Banner in Bereichen platziert, die er Nutzer im Normalfall gar nicht zu Gesicht bekommt", sagte Verbandspräsident Thomas Müller. Aber das reiche noch nicht aus. Mindestens 75 Prozent der geschalteten Anzeigen sollen ab dem 1. 4.2016 für den Nutzer nicht sichtbar sein. Ob sie dabei übereinander positioniert werden oder so weit unten oder seitlich, dass der normale User niemals dorthin scrollt, sei egal. Hauptsache, der durchschnittliche Onlinenutzer würde noch maximal ein Viertel von ihnen zu Gesicht bekommen. Das würde dann nur noch einer Werbung/Content-Ratio von 42:1 (Chip.de und Focus Online: 142:1) entsprechen. Webseiten, die diese Regel befolgen, sollen ein entsprechendes Gütesiegel erhalten.

Die ersten Publisher und großen Medienhäuser äußerten sich positiv zu dem radikalen Vorstoß: "So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe", freute sich ein Sprecher von Axel Springer. "Wir können weiterhin unsere Werbung verkaufen, vergraulen aber die Leser nicht mit zu viel Werbeanzeigen."
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