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ChatGPT setzt auf CPC-Anzeigen in den Ergebnissen
27.04.2026 OpenAI verschiebt sein Werbemodell in ChatGPT in Richtung Performance und tritt damit direkter in Konkurrenz zum Kerngeschäft von Google. Statt reiner Sichtbarkeitsmetriken rückt messbarer Erfolg stärker in den Fokus. Knackpunkt: Jetzt muss die KI-Firma selbigen nachweisen können.
Erste Berichte verorten die Klickpreise im Bereich von drei bis fünf Dollar. Die Funktion wird aktuell über einen eingeschränkten Ads Manager ausgerollt und ergänzt das bisherige CPM-Modell. Hintergrund der Umstellung dürfte vor allem Preisdruck sein. Die TKP-Preise (CPM) von ChatGPT sind seit dem Start deutlich gefallen - von rund 60 Dollar auf teils etwa 25 Dollar. Der Wechsel zu CPC soll diesen Rückgang abfedern, indem Einnahmen stärker an konkrete Nutzeraktionen gekoppelt werden.
Vom Branding- zum Performance-Kanal
Für Werbetreibende verändert sich damit die Rolle von ChatGPT grundlegend. Die Plattform entwickelt sich von einer reinen Branding-Umgebung hin zu einem Performance-Kanal. Budgets lassen sich nun direkt an messbare Ergebnisse knüpfen, wodurch sich der Return on Investment leichter testen und mit etablierten Kanälen wie der Suche vergleichen lässt. Zugleich eröffnet sich ein früher Zugang zu einer potenziell besonders intent-starken Zielgruppe in einem neuen Format. Werbetreibende können sich so einen First-Mover-Vorteil sichern, bevor Wettbewerb und Preise steigen.Im größeren Kontext handelt es sich um mehr als nur eine Preisänderung. CPC-Werbung ist seit Jahren eine Domäne von Google, basierend auf klaren Nutzersignalen und Suchintentionen. Durch die Einführung dieses Modells positioniert OpenAI ChatGPT als ernsthaften Wettbewerber um Performance-Budgets - und entwickelt das Produkt schrittweise zu einer vollwertigen Werbeplattform.
Die Beweispflicht liegt bei ChatGPT
Die zentrale Herausforderung bleibt jedoch der Nachweis von Nutzerintention. Während Suchmaschinenwerbung von aktiven Suchanfragen lebt, muss ChatGPT erst zeigen, dass auch dialogbasierte Kontexte vergleichbar wertvolle Klicks generieren können. Werbetreibende werden die Performance daher direkt mit Google vergleichen - und entsprechend hohe Anforderungen an Qualität und Conversion stellen. Langfristig deutet alles darauf hin, dass Werbung eine tragende Säule der OpenAI-Strategie wird. Investitionen in Werbeinfrastruktur, Messsysteme und Self-Service-Plattformen unterstreichen diese Entwicklung.Unterm Strich: Mit der Einführung von CPC-Anzeigen greift OpenAI gezielt die performancegetriebenen Werbebudgets an, die bislang die etablierten Suchplattformen dominieren. Nach einem Test in den englischsprachigen Ländern sollen CPC-Anzeigen bis Ende 2026 weltweit und damit auch in Deutschland an den Start gehen.
