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Produkt-Watch: Städtebau aus dem Drucker

22.10.2014 Die Maker-Szene könnte schon bald im Stadtbau mitmischen: Geht es nach Behrokh Khoshnevis, Professor für Industrial & Systems Engineering an der University of Southern California, werden in Zukunft ganze Siedlungen aus dem Drucker entstehen. Eine gigantische Maschine soll es erlauben, Häuser in einem Arbeitsgang aus Beton herzustellen.

Aus einem Guss: Ganze Siedlungen entstehen bald aus dem 3D-Drucker (Bild: Screenshot: Youtube)
Bild: Screenshot: Youtube
Aus einem Guss: Ganze Siedlungen entstehen bald aus dem 3D-Drucker

Die Druckgeschwindigkeit soll pro Haus weniger als 24 Stunden betragen und die Gestaltung komplett individuell erfolgen. Herkömmliche Fertighäuser lassen sich zwar in ähnlichen Zeiträumen errichten - allerdings ist bei ihnen eine zeitraubende Vormontage der Bauteile mit aufwändigem Transport zur Baustelle nötig, die beim 3D-Drucker komplett entfällt. Leerschächte für Sanitär- und Elektroinstallation werden vom Drucker ebenfalls berücksichtigt.

Die Automatisierung endet allerdings beim Rohbau: Fenster, Türen, Boden, Putz und Dach werden dem Konzept zufolge ganz herkömmlich von Handwerkern verbaut.

Weniger individuell, dafür aber schon serienreif und recht günstig ist das Projekt der chinesischen Firma Shanghai WinSun Decoration Design and Engineering. Sie verspricht zum Preis von etwa 5.000 US-Dollar ein komplettes, wenn auch kleines Haus (4 x 6 m) zu errichten. Allerdings ist nur ein Standardmodell verfügbar.

Gedruckt wird ebenfalls mit Beton, das verwendete Gerät stellt Segmente von etwa 50 Zentimetern Breite her, die anschließend zusammengefügt werden. Um Material zu sparen sind die Segmente im Unterschied zu gegossenen Teilen innen hohl.

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