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Immer mehr Unternehmen mit Social-Media-Guidelines
29.09.2011 Social-Media-Governance, also die Beschäftigung von Unternehmen damit, was Mitarbeiter in sozialen Netzen tun dürfen und was nicht, wird für immer mehr Unternehmen zum Thema. Nun gibt es die erste Studie dazu.
Ausschnitt hat 55 öffentlich verfügbare Social Media-Guidelines auf der Basis einer klassischen Inhaltsanalyse untersucht. Trotz der großen Unterschiede zwischen den Guidelines in Format, Formulierung und Umfang lassen sich folgende Gemeinsamkeiten zusammenfassen:
- Die Mehrheit der untersuchten Social Media-Guidelines stammt von weltweit tätigen Konzernen. Etwa die Hälfte von ihnen stammt aus Industrie, Handel und der IT-Branche.
- Unternehmen wünschen sich Angestellte, die im Social Web "ehrlich", "authentisch", "respektvoll", "höflich" und "transparent" auftreten. Häufig fordern Firmen zudem ihre Mitarbeiter dazu auf, ihren "gesunden Menschenverstand" einzusetzen.
- 53 Prozent der Unternehmen nutzen Social Media-Guidelines nicht nur, um Rahmenbedingungen für die Kommunikation in Social Media festzulegen, sondern auch, um eindeutige Inhaltsempfehlungen zu geben.
- Arbeitgeber fordern Verbindlichkeit. Fast zwei Drittel aller untersuchten Social Media-Guidelines sind für Mitarbeiter bindend.
- 62 Prozent der Arbeitgeber bitten um Identifikation der Arbeitnehmer im Netz.
- Ein Drittel aller Arbeitgeber droht bei Nichtbeachtung der Social Media-Guidelines mit Konsequenzen. Diese können von der Löschung der Beiträge bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses reichen.
- Zwei Drittel der Unternehmen wünschen keine öffentlichen Kommentare zu ihren Social Media-Guidelines.
