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Erneute Warnung: Fracht aus China dauert länger (und kostet mehr)
18.07.2024 Während sich im Panamakanal die Lage entspannt, bleibt die Lage im Suezkanal heikel. Nun warnt die Großreederei A.P. Moeller-Maersk vor sich verlängernden Lieferzeiten für Waren aus Fernost. Worauf Onlineshops jetzt achten müssen.
Die Panamakanal-Behörde hat angekündigt, dass die Zahl der täglich abgefertigten Schiffe ab dem 22. Juli von 33 auf 34 und im darauffolgenden Monat auf 35 erhöht wird. Auch Containerschiffe mit größerem können wieder passieren, nachdem der Beginn der Regenzeit den Wasserstand im Gatun- und im Alhajuelasee wieder anhebt, durch die der Panamakanal führt.
Jetzt warnt der dänische Schifffahrts- und Logistk-Konzern A.P. Moeller-Maersk allerdings erneut vor zunehmenden Störungen seiner Containerschiffe durch die unsichere Situation im Roten Meer.
Die Auswirkungen seien inzwischen nicht nur in der Region, sondern auf allen Routen zu spüren, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Hier komme es zu Überlastungen. Die Exporte aus Asien seien stärker betroffen als die Importe. Dies könne auch an der starken Bedeutung der Ausfuhren Asiens auf dem Weltmarkt liegen. Die Nachfrage für die Container-Schifffahrt sei weiter robust, erklärte Maersk. In besonders eiligen Fällen werde auf Luftfracht ausgewichen.
Nach den andauernden Angriffen von Huthi-Rebellen im Jemen auf Handelsschiffe im Roten Meer haben die größten Reedereien der Welt ihre Frachter gestoppt und vom Suezkanal um Afrika herum umgeleitet, so Hapag-Lloyd , MSC , Maersk und CMA CGM .
Project44 die nach eigenen Angaben weltweit führende Plattform für Verlader und Logistikdienstleister, warnt: "Huthi-Angriffe beeinträchtigen globale Lieferketten. Zu den erwarteten Auswirkungen der Anschläge gehören verlängerte Transitzeiten, Unterbrechungen der globalen Ölversorgung und Probleme mit Lagerbeständen."
Durch die Umleitung Hunderter Schiffe durch die Huthi-Angriffe ist das aktuelle Verkehrsaufkommen durch den Suezkanal das niedrigste in der jüngeren Geschichte. Project 44 hat ausgehend von den Zahlen für den Monat Mai, in dem die Abfahrten aufgrund der beginnenden Hochsaison in der Regel zunehmen, festgestellt, dass die Verlader diese Route wegen des anstehenden Urlaubsaufkommens nicht wieder aufnehmen. Im Mai 2024 wurden im Vergleich zum Mai 2023 fast 80 Prozent weniger Passagen durchgeführt.
