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Teleshopping profitiert von Konvergenz-Märkten
03.11.2011 Teleshopping hat große Chancen, vom Zusammenwachsen von Fernsehen,
Internet und mobilen Anwendungen zu profitieren. Das zeigt eine neue Studie von Goldmedia .
Die in Deutschland aktiven Teleshopping-Sender präsentieren sich heute als moderne Multi-Channel-Anbieter. Zwar bleibt der Fernseher weiterhin das wichtigste Teleshopping-Medium, aber Internet, soziale Netzwerke, Hybrid-TV oder mobile Apps werden als Vertriebswege und Kommunikationskanäle immer wichtiger: Bereits 16 Prozent der Teleshopping-Umsätze wurden 2010 über das Internet generiert. Bis 2016 wird sich dieser Anteil nahezu verdoppeln.
Neue mobile Absatzkanäle wie Smartphones und Tablets eröffnen weitere Chancen. Der Umsatzanteil wächst hier bis 2016 auf rund 6 Prozent. Durch die immer stärkere Verbreitung von Hybrid-TV-Geräten wird die Bestellung direkt über die TV-Fernbedienung, den sogenannten "Red-Button", zunehmend genutzt werden. Dies kann sich zu einem echten Wettbewerbsvorteil des Teleshopping in der Versandhandelsbranche entwickeln.
Prof. Dr. Klaus Goldhammer , Geschäftsführer Goldmedia GmbH: "Die hohe Internet-
und Mobilfunkaffinität der Teleshopping-Kundinnen ist eine gute Voraussetzung für die digitale Zukunft des Teleshopping. Nach den aktuellen Trends wie HD- oder Hybrid-TV stehen bereits die nächsten in den Startlöchern: Etwa 3D-TV oder Augmented Reality-Services, die dem Kunden die virtuelle Anprobe von Schmuck oder Mode erlauben."
Teleshopping-Nutzer sind offen gegenüber neuen Technologien
Laut Goldmedia-Nutzerbefragung ist der durchschnittliche Teleshopping-Kunde in Deutschland heute 52 Jahre alt, zu rund zwei Drittel (71 Prozent) sind es weibliche Kunden. Teleshopping-Käufer werden auf Produkte traditionell über das Fernsehprogramm der Sender aufmerksam (88 Prozent der Befragten) und nutzen für den Produktkauf nach wie vor am liebsten das Telefon (89 Prozent der Befragten). Der Anwendung neuer Plattformen gegenüber sind die Kunden jedoch sehr aufgeschlossen: 76 Prozent der Befragten nutzen zumindest gelegentlich das Internet, zwei Drittel (65 Prozent) haben allgemein schon einmal Waren online bestellt und knapp ein Drittel (26 Prozent) hat das Internet bereits zum Bestellen von Teleshopping-Produkten genutzt.
Soziale Netzwerke werden von den Teleshopping-Anbietern heute schon intensiv für die Kundenkommunikation eingesetzt. Wie wichtig diese Aktivitäten sind, zeigt die Nutzerbefragung: Schon 35 Prozent der befragten Teleshopping-Kunden sind bei einem Internetforum oder sozialen Netzwerk registriert oder haben ein solches Angebot bereits genutzt. Für rund zwei Drittel (66 Prozent) der Onliner unter den Teleshopping-Kunden sind Produkt-Kommentare anderer Nutzer interessant. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) möchte auch selbst aktiv Kommentare verfassen.
Rund ein Drittel (36 Prozent) der Teleshopper mit Handy war damit bereits im Internet aktiv. Durch mobiles Internet und Apps eröffnen sich den Teleshopping-Anbietern künftig viele neue Wege für Kundenbindungs- und Marketingmaßnahmen. Die Möglichkeit, via Handy informiert zu werden, bewerten 61 Prozent der befragten Teleshopping-Kunden positiv. 56 Prozent der Handybesitzer unter den Teleshoppern würden sich gern mobil Produkte ansehen oder auch direkt bestellen.
Das zentrale Element in den Multi-Channel-Strategien der Teleshopping-Anbieter bleibt das TV-Programm selbst. Umso intensiver sind die Anbieter hier dabei, aktuelle Trends wie HD- oder Hybrid-TV umzusetzen. Die HD-Programme der Teleshopping-Sender, für die sich 65 Prozent der Befragten interessieren, sind frei empfangbar. Shopping-Angebote bestehen bereits auch für internetfähige TV-Geräte, die Kunden einen schnellen Zugriff auf zusätzliche Produkt-Informationen aus dem Internet oder das Einkaufen direkt über die TV-Fernbedienung ermöglichen. Eine solche direkte Bestellmöglichkeit per Knopfdruck wäre für die Mehrzahl der Teleshopping-Nutzer (77 Prozent) attraktiv.
