Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Agenten-Ökonomie

ChatGPT integriert Drittanbieter-Apps: Der Bot wird zum Agenten

22.12.2025 Zum Jahresende spendiert OpenAI seinem Zugpferd eine Schnittstelle zu diversen Endnutzer-Apps. Damit kann der Not beispielsweise Hotels buchen, Playlists erstellen - und wird kurz vor Weihnachten zum Agenten.

 (Bild: Sebastian Halm/ChatGPT)
Bild: Sebastian Halm/ChatGPT
Mit einem eigenen App-Bereich entwickelt sich ChatGPT   von einem reinen Chatbot zu einer zentralen Bedienoberfläche für digitale Services. Anbieter können ihre Anwendungen direkt in den KI-Chat integrieren, Nutzer steuern sie anschließend per Texteingabe. Hinter dem neuen App-Verzeichnis steht OpenAI  , das ChatGPT damit deutlich über klassische Frage-Antwort-Funktionen hinaus erweitert.

Zum Start sind vor allem bekannte Dienste vertreten, darunter Spotify  , Apple Music  , Booking.com  , Expedia   und Canva  . Die Idee ist einfach: Statt zwischen verschiedenen Websites oder Apps zu wechseln, bleiben Nutzer im Chat und erledigen Aufgaben dort direkt. Musik starten, Reisen planen, Grafiken erstellen oder Restaurants finden funktioniert künftig über natürliche Sprache.

Von der Ankündigung zur konkreten Nutzung

Bereits vor rund zwei Monaten hatte OpenAI angekündigt, externe Anwendungen enger an ChatGPT anzubinden. Damals ging es vor allem um technische Grundlagen und Entwicklerwerkzeuge. Jetzt wird daraus ein sichtbares Angebot: ein App-Verzeichnis mit Installationslogik, Berechtigungsabfragen und klaren Nutzungsszenarien.

Für Praktiker aus der Webbranche bedeutet das vor allem eines: ChatGPT wird zu einer neuen Oberfläche, über die Nutzer digitale Angebote entdecken und verwenden. Besonders relevant ist das für Services, die von Beratung, Auswahl und anschließender Aktion leben, etwa Reisen, E-Commerce, Content-Produktion oder digitale Abonnements.

Spotify etwa weist darauf hin, dass die ChatGPT-Integration inzwischen auch in der gesamten Europäischen Union verfügbar ist. Nutzer können Titel, Playlists oder Interpreten direkt im Gespräch starten, ohne die Plattform zu verlassen.

Warum das für Agenturen, Shops und Marketeers wichtig ist


Mit den Apps verschiebt sich ein Teil der Nutzung weg von klassischen Websites, Suchmaschinen und App-Stores hin zu dialogbasierten Abläufen. Wer in ChatGPT präsent ist, wird Teil dieses neuen Einstiegswegs. Für Unternehmen und Agenturen stellt sich damit die Frage, welche eigenen Leistungen sich sinnvoll in einen solchen Chat-Flow übersetzen lassen.

Typische Anwendungsfelder sind:
  • Beratung und Vorauswahl von Produkten oder Dienstleistungen
  • Direkte Buchungen oder Bestellungen aus dem Gespräch heraus
  • Erstellung von Entwürfen, Präsentationen oder Social-Media-Inhalten
  • Service- und Supportprozesse ohne Medienbruch
Gleichzeitig entstehen neue Abhängigkeiten. Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und Reihenfolge der Apps liegen bei OpenAI. Wie Rankings oder Empfehlungen künftig gesteuert werden, ist noch offen. Für Marketeers bedeutet das, früh Erfahrungen zu sammeln und nicht ausschließlich auf etablierte Kanäle zu setzen.

Sicherheit und Vertrauen als Erfolgsfaktor

OpenAI betont, dass verbundene Apps nur mit Zustimmung der Nutzer auf Daten zugreifen können. Dennoch weist das Unternehmen auf mögliche Risiken hin. "Angreifer könnten versuchen, über ChatGPT auf Daten in verbundenen Apps zuzugreifen oder umgekehrt." Entsprechend wichtig sind transparente Berechtigungen und ein klarer Nutzen für Anwender.

Gerade für Web- und E-Commerce-Anbieter wird Vertrauen damit zu einem entscheidenden Faktor: Nutzer müssen verstehen, warum sie eine App verbinden und welchen Mehrwert sie davon haben.

Was Praktiker jetzt tun sollten


Für Agenturen und Unternehmen empfiehlt sich ein pragmatischer Einstieg. Zunächst sollte geprüft werden, welche der eigenen oder partnerseitigen Services bereits in ChatGPT verfügbar sind und welche typischen Nutzeraufgaben sich dort abbilden lassen. Ebenso wichtig ist es, interne Teams frühzeitig mit der neuen Oberfläche vertraut zu machen und mögliche Einsatzszenarien zu testen.

OpenAI-Chef Sam Altman beschrieb die Richtung bereits im Herbst so: "Apps in ChatGPT ermöglichen eine neue Generation interaktiver Anwendungen, mit denen man direkt sprechen kann." Für die Webbranche heißt das vor allem: Der Chat wird zum neuen Interface, und wer dort nicht stattfindet, könnte künftig an Relevanz verlieren.
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema:
Experten-Profile Genannte Personen: