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Das nackte B2B-Netzwerk: LinkedIn-Hacks für Marken und Agenturen
04.11.2024 LinkedIn ist für Marken und Agenturen alternativlos - allerdings wird es zunehmend schwerer hier aufzufallen, selbst mit Top-Content. Ein Strategie-Guide für das letzte B2B-Netzwerk.
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Nach dem Abstieg von Xing, den die lange Zeit führende deutsche Alternative selbst fleißig mitbefeuert hat, indem es allen beliebten Funktionen den Stecker zog, ist "LinkedIn die einzige verbliebene 'richtige' B2B-Plattform", sagt Felix Beilharz , Berater für Online- und Social-Media-Marketing. "Damit sei es im B2B quasi unverzichtbar." Ende Oktober gab LinkedIn selbst die monatlich aktiven Nutzerinnen und Nutzer mit 6,8 Millionen an. Und zwar fand eine gewisse Granularisierung statt - immer mehr und immer spitzere Netzwerke, zugefeilt auf spezielle Interessen.
Aber in Beilharz Wahrnehmung hat sich dennoch "da in den letzten Jahren nicht viel geändert. Klar gibt es jetzt mehr Plattformen wie Bluesky , Threads , BeReal , Mastodon et cetera... aber das Gros der Menschen tummelt sich nach wie vor aufFacebook , Instagram , YouTube , TikTok , Snapchat und im Business-Kontext eben LinkedIn. Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen stark. Die meisten TikTok-Videos tauchen früher oder später auch auf Instagram Reels und YouTube Shorts auf und jetzt sogar im LinkedIn Video-Feed." Der Gedanke 'für das gehe ich auf Plattform A und für das auf Plattform B' sei eher falsch, sagt Beilharz.
Was aber macht LinkedIn so speziell, was man sich nicht mal eben zusammensuchen oder auf den Unternehmensseiten selbst finden kann?
Für Michael Kausch ist der "Goldschatz von LinkedIn die Informationen über die Mitglieder: Für was interessieren sich die Leute auf LinkedIn? Über was schreiben sie? Was liken sie? Niemand weiß mehr über die Menschen, als LinkedIn, nicht einmal Google ." Gegen LinkedIn sei Google ein armer Dummkopf: "Wirklich nackig sind wir nur in LinkedIn."
Mythos Content ist alles auf LinkedIn: Was ist dran?
LinkedIn betont stets selbst, dass Content der Schlüssel sei, der die Pforte zum B2B-Erfolg aufschließe und, so Felix Beilharz, "das stimmt durchaus, Fachinhalte performen hier besser als auf anderen Plattformen. Trotzdem sind die wirklich viralen Posts fast immer eher wenig fachlich und nutzwertig."Seine Erfahrung zeigt, dass politische Diskussionen, Selfies mit meinungsstarken Beitragstexten, Aufreger und Diskussionen abseits vom Business sehr stark performen. "Meine reichweitenstärksten Beiträge waren zum Beispiel: 'Ich habe alle KI-Tools durch den Wahl-O-Mat gejagt' (750.000 Views), 'Heute wird ICQ abgeschaltet' (830.000 Views) und 'Kamala Harris könnte die Wahl gewinnen' (730.000 Aufrufe)."
Der Prototyp des erfolgreichen Profils: Der Corporate Influencer
Das gelte auch für Agenturen, die auf LinkedIn erfolgreich sein wollen, so Eck. Sie sollten "dafür einige ihrer Mitarbeitenden als Corporate Influencer gewinnen.
Erst der Content, dann die Geduld: Von der LinkedIn-Taktik zur LinkedIn-Strategie
Auf Dauer zählt gutes Storytelling, das neugierig auf die eigenen Themen macht." Für gute Stories hat Eck ein paar Tipps:- Der Content muss immer auf die Marke einzahlen, wenn er seine Wirkung entfalten soll.
- Sichtbarkeit erhalten Marken nur, wenn sie in einem regelmäßigen Rhythmus längere Beiträge veröffentlichen, die im jeweiligen Markt relevant sind.
- Langweiliger Content wird auf LinkedIn gemieden. Denn es gibt genügend großartigen Content.
- Ohne Emotionen funktionieren selbst Fachtexte auf LinkedIn nicht mehr. Dafür ist Persönlichkeit wichtig. Das macht Inhalte authentischer.
- Ein großes No-Go sind für Eck "Kalendersprüche, Selbstbeweihräucherung und belanglose Postings - sie werden auf LinkedIn abgelehnt." Wer dort nichts zu sagen habe, findet mit seinen Botschaften nicht statt.
- Neben Text-Bild-Inhalten funktionieren zunehmend auch Videos. Entscheidend für den Erfolg seien gute Einstiege in Text oder Video, "allerdings sollten LinkedIn Mitglieder auf Clickbaiting verzichten", sagt Eck. "Einem guten Hook sollten immer nutzwertige Inhalte folgen, von denen die Leser etwas lernen können."
- Machen Sie LinkedIn einerseits zum alltäglichen Werkzeug im Kommunikations-Mix.
- Definieren Sie zweitens klare Themenkompetenzen im Unternehmen.
- Wer spielt welche Themen?
- Wer betreibt das Plugging mit Botschaften zu diesen Themen in den verschiedenen Netzwerken?
- Wer spielt welche Themen?
- Etablieren Sie im Vertrieb eine Social-Selling-Strategie, die auf Langfristigkeit ausgelegt ist, statt auf schnellen Erfolg.
