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"Netflix mit Werbung": Werbefinanziertes Video-Portal käme gut an

09.05.2019 Einer repräsentativen Studie zufolge ziehen 54 Prozent der Deutschen Video-On-Demand dem klassischen linearen Fernsehen vor. Für die Mehrheit der Bundesbürger kommt dabei ein kostenfreies Video-On-Demand-Angebot mit Werbung grundsätzlich in Frage.

 (Bild: Samsung)
Bild: Samsung
Das Hamburger Marktforschungsinstitut Splendid Research   hat im Dezember 2018 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.221 Deutsche zwischen 15 und 69 Jahren online zum Thema Video-On-Demand (VOD) befragt. Die Studie untersucht das Mediennutzungsverhalten, die Präferenz von Video-On-Demand gegenüber dem klassischen Fernsehen, die Zahlungsbereitschaft für werbefreie Inhalte sowie die Bekanntheit und Nutzung von insgesamt 27 VOD-Anbietern.
  • Lineares Fernsehen ist nach wie vor das am häufigsten konsumierte Medium: Gut 70 Prozent der Bundesbürger schalten täglich bzw. mehrfach pro Woche ein Fernsehprogramm ein.
  • Dagegen nutzen lediglich drei von zehn Deutschen Video-On-Demand derart intensiv.
  • Dennoch erfreut sich Video-On-Demand inzwischen größerer Beliebtheit: Knapp 54 Prozent der Bürger ziehen es dem linearen Fernsehen grundsätzlich vor.


Die Gründe dafür sind vielfältig: Für 80 Prozent der aktuellen Nutzer liegt der entscheidende Vorteil von Video-On-Demand in der inhaltlichen und zeitlichen Flexibilität der eigenen Programmgestaltung. Immer noch knapp 60 Prozent schätzen die fehlende Werbung sowie qualitativ hochwertigere Inhalte.

Trotz des stetigen Zuwachses an Beliebtheit ist die Zahlungsbereitschaft für VOD-Dienste begrenzt: 52 Prozent aller Deutschen erachten die aktuell übliche Monatsgebühr von zehn Euro für die Nutzung werbefreier Anbieter als zu hoch. Zudem würde sich bei gleichwertigen Inhalten die Mehrheit für einen kostenlosen Anbieter mit Werbung und gegen ein Abo-Modell entscheiden.

Mehr noch: Lediglich zwölf Prozent der aktuellen YouTube-Nutzer wären bereit, für ein werbefreies Angebot zu zahlen. Ein durch Werbung finanziertes Gratis-Netflix käme dagegen für drei Viertel der aktuellen Nutzer in Frage.
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