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EHI-Studie: Stationärer Handel wird digitaler
16.09.2015 Stationäre Händler reagieren auf die wachsenden ECommerce-Umsätze mit einer Digitalisierung ihrer Ladengeschäfte, bleiben aber insgesamt eher gelassen.
Keine Flächenveränderung, aber mehr Showrooms
Obwohl der ECommerce-Anteil in Deutschland bereits rund 10 Prozent am Einzelhandelsumsatz beträgt und weiteres Wachstum erwartet wird, bleibt der stationäre Handel entspannt. Zwar werde Dank "digitaler Regalverlängerung" das Angebot für die Kunden insgesamt größer, am Point-of-Sale (PoS) verändere es sich aber nicht, meinen die Händler mehrheitlich. Auch für die Verkaufsflächen insgesamt sehen zwei Drittel keine Größenveränderung. An eine erhöhte Anzahl von Flagship-Stores glaubt nur rund ein Viertel. Ein Drittel rechnet bei Neueröffnungen mit einer erhöhten Anzahl an Showrooms und Pop-Up-Stores als Auswirkung des E-Commerce.Ladenbau zwischen on- und offline
Allerdings hält die große Mehrheit der befragten Händler von gut 71 Prozent stärkere Investitionen für nötig. 44,4 Prozent rechnen mit Mehrausgaben zwischen fünf und zehn Prozent. Ein gutes Viertel geht von einer Erhöhung der Kosten von über zehn Prozent aus. Neben der fortgesetzten Bereitschaft, ins Trading-up seiner Läden zu investieren, liegen auch Energieeffizienzprojekte unverändert vorne bei den Investitionen im Handel. Sofern digitale Elemente und Omnichannel-Services bereits als Investitionsschwerpunkte definiert werden, sind dies bisher in erster Linie technische Anforderungen, die an die Planungsabteilung herangetragen und von dieser umgesetzt werden (zum Beispiel Einbau von Monitoren).Die Ladenbau-Industrie sieht im Gegenzug zum Handel größere konzeptionelle Veränderungen auf die Branche zukommen und versucht, sich als Mittler in diesem Transformationsprozess zu positionieren.
Die Ergebnisse der Studie beziehen sich auf Angaben von 41 Planungsleitern aus dem Handel sowie 50 Ladenbauunternehmen und Planungsbüros aus der DACH-Raum. Die vollständigen Ergebnisse erscheinen als Whitepaper Ende Oktober 2015. In das Whitepaper gehen auch die Ergebnisse der Befragung der 87 Geschäftsführer ein.

