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Mitarbeiter sind verunsichert von KI und Automatisierung
02.10.2018 Einer kürzlich vom Workforce Institute durchgeführten globalen Umfrage zufolge glauben vier von fünf Mitarbeitern, dass KI die Arbeit positiv beeinflussen könnte, indem Routineaufgaben vereinfacht werden. Trotzdem wird eine große Angst vor den Auswirkungen der neuen Technologie auf die Arbeit deutlich, bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes.
Der Lernspezialist Skillsoft hat vier wesentliche Felder, die zur kulturellen Transformation am Arbeitsplatz beitragen, definiert und zusammengefasst:
- Offener Dialog, um zu informieren und Ängste abzubauen:Es ist entscheidend, hier einen Dialog mit den Mitarbeitern aufzunehmen, um Angst zu reduzieren und damit die Chancen für die erfolgreiche Einführung von KI-Funktionen zu erhöhen. Die Kommunikation sollte den Mitarbeitern dabei helfen zu verstehen, was der Einsatz der Lösungen in der täglichen Arbeit verändert sowie die Möglichkeiten aufzeigen, in denen KI ihre Job-Rollen erweitern und viele Aufgaben erleichtern kann. Firmen- oder Abteilungsleiter sollten zudem erläutern, wie wichtig die Einführung neuer digitalisierter Arbeitsabläufe und der Einsatz von KI für die Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg des Unternehmens sind.
- Hierarchien neu überdenken:Unternehmensleiter müssen auch Mitarbeiter in verschiedensten Bereichen (z.B. im direkten Kundenkontakt) befähigen, die neuen Anwendungsmöglichkeiten der Technologie zu nutzen. Denn diese sind am ehesten in der Lage, Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen, die sich durch den Einsatz der neuen Funktionen ergeben werden. Das kann bedeuten, dass die Hierarchien in Unternehmen umgestellt werden müssen - hin zu einer stärker teambasierten Kultur. Um die Vorteile vieler KI-basierter Lösungen optimal nutzen zu können, müssen Unternehmen in der Lage sein, flexibel auf die Möglichkeiten zu reagieren, die sich aus der Kombination von menschlichen Fähigkeiten und künstlicher Intelligenz ergeben.
- Das Paradox der Automatisierung überwinden:Viele Arbeitsumgebungen werden bereits neu ausgerichtet, da die Automatisierung alle Branchen - von der Fertigung bis hin zu bankfachlichen Aufgaben - betrifft und Arbeitsabläufe verändert. Mitarbeiter auf allen Ebenen der Organisation müssen sich KI-Kenntnisse aneignen und lernen, wie sie mit diesen Fähigkeiten kompetent umgehen können. Angesichts der ständigen Weiterentwicklung des Arbeitslebens, bis hin zur Neuerfindung von Berufsbildern, müssen Unternehmen sicherstellen, in ihrer Belegschaft die richtige Zusammensetzung an Wissen und Fähigkeiten zu haben. Es wird von entscheidender Bedeutung sein, Lern- & Entwicklungsstrategien zu entwickeln, um Personal, dessen Aufgabenfelder durch Automatisierung und den Einsatz von KI beeinflusst werden, zu unterstützen und damit das "Paradoxon der Automatisierung" zu überwinden.
- Neue Kompetenzen gefragt:Da KI die Arbeitsanforderungen von Mitarbeitern verändert, wird ein neues Set an Skills zunehmend in den Vordergrund treten. Wir wissen noch nicht, wie viele der zukünftigen beruflichen Aufgaben und Rollen genau aussehen werden. Allerdings ist zu erwarten, dass sie entscheidende Fähigkeiten nutzen, die Menschen den Maschinen voraushaben: Kreativität, externes Denken sowie zwischenmenschliche Fähigkeiten.Laut World Economic Forum werden die wichtigsten Kompetenzen für unsere zunehmend automatisierte Welt komplexe Problemlösungsfähigkeiten, kritisches Denken, kognitive Flexibilität und Personalmanagement umfassen. Mit anderen Worten, technische Fähigkeiten werden in vielen Positionen in den Hintergrund treten. Die Entwicklung von starken sozialen Kompetenzen sowie die Fähigkeit, aktiv zu lernen, werden einen höheren Stellenwert einnehmen, da Nachfrage nach Fähigkeiten besteht, die Maschinen nicht einfach ausüben können: wie Kreativität, emotionale Intelligenz oder die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Kommunikation.
