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Studie zeigt, dass Facebook beim Löschen fremdenfeindlicher Posts versagt

25.02.2016 Ausländerfeindliche Hetzkommentare und Volksverhetzung aus dem AFD-, Pegida- und Nazi-Umfeld: Fast 70 Prozent der deutschen Facebook-Nutzer sind der Überzeugung, dass politische Diskussionen auf Facebook in letzter Zeit aggressiver und emotionaler geworden sind. Das geht aus einer Studie hervor.

Rassistische Propaganda nimmt im Facebook-Stream zu - während der Social-Media-Riese zusieht (Bild: Kalispera Dell)
Bild: Kalispera Dell
Bild: Kalispera Dell unter Creative Commons Lizenz by
Rassistische Propaganda nimmt im Facebook-Stream zu - während der Social-Media-Riese zusieht
Zwischen dem 13. und 15. Januar 2016 hat das Munich Digital Institute   1271 deutschsprachige Facebook-Nutzer gefragt, wie sie die politischen Diskussionen und die Atmosphäre im weltweit größten Netzwerk wahrnehmen.

Für rund 95 Prozent der Befragten sind Politikdiskussionen aggressiv und emotional, die Mehrheit ist ausserdem der Überzeugung, dass Polit-Diskussionen auf Facebook kein geeigneter Platz zur Diskussion über Terror und Flüchtlinge ist. 67 Prozent der Nutzer empfinden solche Diskussionen schlichtweg als zu anstregend. 55 Prozent meinen, sie würden auch zu nichts führen.

Allerdings wird der Ton schlimmer, Facebook versagt beim Löschen fremdenfeindlicher Posts: Fast drei Viertel der befragten Nutzer (73,6 Prozent) stellen im eigenen Feed mehr extreme politische Meinungen fest. Etwa 66 Prozent sehen mehr Fremdenfeindlichkeit, fast 62 Prozent eine Zunahme an hetzerischen Kommentaren. Dabei gibt es zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen keine signifikanten Unterschiede.

(Grafik: Munich Digital Institute)

(Grafik: Munich Digital Institute)

(Grafik: Munich Digital Institute)

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