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Chancen 2009 (Teil 2): SEx in Zeiten der Krise

18.12.2008 Das kommende Jahr 2009 wird für die Interaktiv-Branche sehr viel besser, als die meisten bislang befürchten. Im zweiten Teil der iBusiness-Zukunftsserie über Optimismus und die Chancen für die Branche 2009 beschäftigen wir uns mit den Chancen im kommenden Jahr im Bereich Onlinemarketing und Onlinewerbung.

Wir haben Experten befragt, wo sie die Chancen in der Branche für das Jahr 2009 sehen. Ömer Atiker , Geschäftsführer von Clickeffect    beispielsweise ist der Überzeugung: "SEx in Zeiten der Krise: Alles wird gut"

Atiker argumentiert: "Online - und vor allem SEM und SEO (zusammengefaßt "SEx") ist messbar (also gut zu rechtfertigen), schnell (schnelle Erfolge, gegen die Angst), flexibel (kein langes Commitment mit ungewissem Ausgang), skalierbar (Budget dorthin, wo es Geld bringt), international (für den Preis eines Tickets können Sie 'nen Monat die Suchergebnisse dominieren) und lehrreich (erkennt den Kunden an seine Taten, nicht euren Worten). Und dass man mal wieder genauer hinguckt, was ein Dienstleister eigentlich leistet für sein Geld, ist sicher nicht schädlich."

Oliver Merx von der Zweimaleins Werbeagentur   : "Bei den Unternehmen wird es aufgrund der Rezession viele Umstrukturierungen geben. Diese wiederum müssen permanent
kommuniziert und transparent gemacht werden. Deshalb rechne ich mit erhöhten Aufwänden speziell im Internet-Umfeld, um diese Änderungen zu kommunizieren. Das bedeutet für die Internetbranche zusätzliche Umsätze. Ist das sicher? Nein! Aber die Aussicht ist nicht schlecht."

Markus Böhm, Head of Business Development bei u.enterprise business solutions  : "Genauso wie Interaktivagenturen ihre Etats mit Bestandkunden sichern und ausbauen um diese kritischen Zeiten zu überstehen, werden auch ihre Kunden diese Strategie verfolgen. Für Unternehmen wird es zunehmend wichtiger ihre Kunden zu verstehen und an sich zu binden. Wir werden nun endlich gezielter
mit den Endkunden in den Dialog gehen und hierbei neue Technologien einsetzen.
Positiv begleitet wird dieser notwendige Schritt durch die Novellierung des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes in 2009. Unternehmen werden qualitativ und quantitativ an ihren eigenen Daten arbeiten müssen. Eine Chance für die Interaktiv-Wirtschaft. Wir sehen deshalb keine Krise, sondern eher eine Menge Potential für alle Beteiligten in der nächsten Zeit.

Robert Kirsch Managing Director von Weber Shandwick Digital Lifestyle   : "Die Arbeit wird 2009 mehr Spaß machen und die Ergebnisse werden besser. Denn es werden nur noch Produkte und Themen mit word-of-mouth Potenzial ueber das Internet kommuniziert. Ich freue mich viele kreative und effiziente Interactive-Kampagnen."

Julian Riedlbauer , Geschäftsführer der M&A-Beratungsgesellschaft Corporate Finance Partners  : "Im Jahr 2009 werden die Unternehmen zu den Gewinnern zählen, die durch Performance basiertes Marketing und Userpayments bzw. eCommerce-Umsätze monetarisieren. Traffic verliert weiter an Bedeutung. Große Chancen haben daher auch Affiliatemarketing-Anbieter. Weiterhin wachstumsstark sind Onlinegame-Developer und -Publisher, die durch Userpayments und zunehmend Ingame-Advertising große Gewinne realisieren können.

Jens Jürgen Korff (Korfftext    aus Bielefeld: "Die Interaktiv-Wirtschaft wird weitere Methoden finden, den Werbeerfolg von Marken, Slogans, Visuals, Produktseiten usw. messbar zu machen und auf dieser Basis dabei helfen, die Werbemittel zu optimieren. Die Werbetreibenden werden weniger einem Guru glauben und mehr Mut haben, selber Alternativen gegeneinander zu testen.

Die Benutzerfreundlichkeit (Usability) von Websites und E-Mail-Newsletters wird sich verbessern; in der Folge auch die Benutzerfreundlichkeit von Prospekten, Katalogen, schriftlichen Angeboten usw. Vor allem der große Beitrag, den bessere Texte zur Benutzerfreundlichkeit leisten, wird erkannt werden. Dadurch wird es für alle leichter, zu einem aktuellen Bedarf die passende Problemlösung zu finden.
"

Thomas Kellner, Keyaccount-Manager bei der Artegic AG  : "Die Sensibilisierung der Bürger für Datenschutzthemen und die geplanten Aktionen des Gesetzgebers bieten der Interaktiv-Branche neue Chancen in der Erschließung des Channels RSS für die Dialog-Kommunikation mit Kunden und Interessenten. Neue Technologien helfen den Feed-Anbietern bei der profilgesteuerten Kommunikation im Channel RSS, so wie es aus dem E-Mail Marketing schon bekannt ist."

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