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Recruiting

Arbeitgeber-Rankings sind entscheidend für Bewerber

12.02.2020 Arbeitgeber sollten alles daransetzen, auf den einschlägigen Bewertungsportalen mindestens vier Sterne zu erreichen: Durchschnittliche bis schlechte Noten halten 80 Prozent der Kandidaten von einer Bewerbung ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Personalberatung Hype und des Bewerbermanagement-Anbieters Softgarden.

 (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)
Bild: Gerd Altmann/Pixabay
Ob Kununu  , Jobvoting   oder Glassdoor  : Unabhängige Arbeitgeber-Rankings beeinflussen immer mehr Bewerber bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber. Bei einer Bewertungsskala von 1 bis 5 Sternen (1=sehr schlecht; 5=sehr gut) reicht allerdings schon eine mittlere Bewertung von 3 Sternen aus, um ein Unternehmen als schlechten Arbeitgeber zu brandmarken.

Allerdings sollten Unternehmen diese Rankings nicht nur als Risiko fürchten. Die dort veröffentlichten Rezensionen bieten vielmehr die Chance, um sich hautnah über die Bedürfnisse von Kandidaten und Arbeitnehmern zu informieren und die Kritik von Mitarbeitern zu analysieren. Arbeitgeber können ihr Verbesserungspotenzial erkennen und ein Employer Branding umsetzen, das auf die aktuellen Trends und Bedürfnisse im Bewerbermarkt zugeschnitten ist.

Dabei steht eine gute Work-Life-Balance ganz oben auf dem Wunschzettel der Kandidaten, wie die Studie von Hype Group   und Softgarden   weiter zeigt. Um Beruf und Privatleben bestmöglich vereinbaren zu können, fordern die 1.450 befragten Bewerberinnen und Bewerber von den Arbeitgebern Angebote zur betrieblichen Kinderbetreuung, gefolgt von Homeoffice, flexiblen Arbeitszeiten und Gleitzeit. Auch finanzielle und materielle Zusatzleistungen, wie Sport-Mitgliedschaften, Dienstwagen, Spesen- und Fahrtkostenzuschüsse, Firmen-Handys sowie betriebliche Altersvorsorge, werden als zentrale Pluspunkte bei der Jobentscheidung genannt.

Social Media als erste Anlaufstelle

Um möglichst viele Kandidaten zu erreichen, sollten die Arbeitgeber ihre Stellenangebote auf den Social-Media-Kanälen posten. Gemäß der aktuellen Studie bevorzugen fast 73 Prozent der Bewerber die sozialen Medien für die Suche nach interessanten Job-Angeboten, allen voran Xing   als größtes berufliches Netzwerk in der DACH-Region, gefolgt von LinkedIn    und Facebook  . Weniger beliebt ist der Messenger-Dienst WhatsApp  . So lehnen es fast 60 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber ab, über diese App von einem Arbeitgeber über Vakanzen informiert zu werden, da sie ihre Privatsphäre schützen wollen oder Datenschutz-Bedenken hegen.
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