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Studie: KI und IoT kollidieren oftmals mit dem Datenschutz von Kunden
21.09.2018 Die Sicherheit der Kundendaten ist mehr als eine Geschäftspriorität, wie eine im April 2018 durchgeführte Studie von Forrester Consulting zeigt: 75 Prozent der befragten Unternehmen sehen den priorisierten Schutz der Kundendaten als entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Die Umfrage von Forgerock unter 400 Entscheidungsträgern in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, USA, China, Japan und Australien zeigt aber auch, dass Unternehmen beim Aufbau von Vertrauen ihrer Kunden und beim sicheren, bedenkenlosen Einsatz neuer Technologien wie KI und IoT vor neuen Herausforderungen stehen.
KI und IoT können die Ziele Kundenzufriedenheit, Sicherheit und Datenschutz untergraben. Dazu liefert die Studie folgende Aussagen:
- Unternehmensziele sind stark von der Entstehung und dem zunehmenden Einsatz neuer Technologien beeinflusst worden, insbesondere von KI (67 Prozent bestätigen einen Einfluss) und IoT (64 Prozent).
- Allerdings behindern Sicherheitsbedenken die Umsetzung: 60 Prozent der Entscheidungsträger sind der Meinung, dass sich die Bereitstellungszeiten für KI und IoT in ihrem Unternehmen aufgrund von erforderlichen Sicherheitsmethoden verlängert haben.
- 57 Prozent der Befragten berichten, dass ihre Kunden durch den Einsatz von KI und IoT größeren Sicherheits- und Datenschutzbedrohungen ausgesetzt sein könnten, und 44 Prozent stimmen zu, dass dies zu einem Widerstand gegen weitere KI- und IoT-Implementierungen führen kann.
- Mehr als die Hälfte (55 Prozent) haben das Problem, ihre Mitarbeiter zu halten, die für die Sicherstellung von korrekten KI-Modelle nötig ist. Und während die aus dem IoT generierten Daten das digitale Geschäft antreiben, fällt es 51 Prozent der Unternehmen schwer, sie korrekt zu speichern und zu sichern.
Hingegen könnten Customer Identity and Access Management (CIAM) Unternehmensziele unterstützen:
- Unternehmen mit fortgeschrittener CIAM erreichen ihre Geschäftsziele durch ihre Sicherheitspläne 20 bis 52 Prozent öfter - nämlich Kunden zu gewinnen (88 Prozent), zu betreuen (89 Prozent) und zu halten (88 Prozent).
- Die Befragten sagten, dass CIAM die Datenschutzhürden überwindet, indem es sicherstellt, dass die Datenerhebung strikt innerhalb der Grenzen der Einwilligungsrichtlinien erfolgt. Die meisten der Befragten gaben an, dass CIAM ihnen dabei hilft, die Kundenidentitäten besser zu schützen (84 Prozent), das Bedrohungsrisiko von Kundendaten zu reduzieren (86 Prozent) und Erkenntnisse aus den von ihnen gesammelten Kundendaten zu gewinnen (84 Prozent).
- 48 Prozent der befragten Unternehmen verwenden eine dedizierte CIAM-Lösung, wobei davon die Mehrheit (61 Prozent) auf Erweiterungen bestehender Systeme für Mitarbeiteridentität und Zugangsmanagement (IAM) als CIAM-Standards setzt.
- Dennoch bieten Unternehmen ihren Kunden zunehmend zusätzliche Wahlmöglichkeiten in Bezug auf Identität und Autorisierung an: 62 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einsetzen, 61 Prozent erlauben es Kunden, ihre Social Media Identitäten als Login zu nutzen, und wiederum 48 Prozent verwenden eine Biometrie-Lösung.
