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Die App-Falle: Hausverbote gegen mobilen Preisvergleich
Bild: Joachim Kirchner/ pixelio.de
Nach vielen Jahren des Wartens hat sich das mobile Internet nun auch auf dem deutschen Markt durchgesetzt. Das Smartphone ist mittlerweile im Mainstream angekommen. Damit hält die Transparenz, die vor allem die Preisgestaltung betrifft, zunehmend im stationären Handel Einzug.

Das einfache Scannen von Produkten mit dem Smartphone erlaubt es Kunden, zu jeder Zeit und von überall Preise und Produkteigenschaften zu vergleichen. So zumindest die Theorie.

Denn für viele Services dieser Art wird die Fotofunktion des Smartphones genutzt. Genau an dieser Stelle liegt der Knackpunkt: Stationäre Händler sehen es in der Regel nicht gern, wenn in ihren Geschäftsräumen fotografiert wird. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Sie haben Angst davor, dass Konkurrenzunternehmen das Ladendesign oder die Aufmachung von Auslagen und Thekengestaltung übernehmen
  • Sie sorgen sich darum, dass Einbrecher per Fotoapparat die Sicherheitseinrichtungen des Ladens ausspionieren
  • Sie befürchten, dass Raubkopierer von Designerstücken Fotos anfertigen, um diese zu kopieren
  • Und schließlich fürchten sie Preisvergleiche durch die Kunden. 'Hier testen und im Internet kaufen' - das ist ein Alptraum für jeden Händler

Die juristische Lage ist relativ eindeutig

Was die rechtliche Lage betrifft, obliegt das Verbot oder die Erlaubnis zu fotografieren beim Ladeninhaber, der das Hausrecht ausübt. Das heißt, der Inhaber entscheidet, ob es ein Fotoverbot gibt oder nicht. Ist das in der Hausordnung festgelegt, muss sich jeder Kunde daran halten. Sollte es ein Fotoverbot geben, so muss dies allerdings öffentlich gut erkennbar sein. Es sei denn, es werden Fotos in Geschäftsräumen gemacht, wenn ein Wettbewerbsverstoß vorliegt und die Fotos sollen als Beweis dienen - dann ist Fotografieren erlaubt. (BGH: I ZR 133/04).

Die tatsächliche Lage ist weit weniger eindeutig

iBusiness wollte von stationären Händler wissen, wie sie nun mit dem neuen Medium Smartphone umgehen, das in der Regel alle eine Fotofunktion integriert hat. Und die auch für die Nutzung vieler Services in Anspruch genommen

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Von:
Am: 04.04.2012

Zu: Die App-Falle: Hausverbote gegen mobilen Preisvergleich

ich fidne das legitim und richtig, wenn stationäre Händler diese Seuche verbieten.

Es ist zum k........ diese Billiggeil Mentalität.

Jeder will immer billiger und billiger. Haben sich solche Schmarotzer mal Gedanken gemacht, was es heißt, heute ein kleines oder mittelständiges REALES Geschäft zu führen (und ich meine nicht die Geiz-ist geil und bin-doch-nicht-blöd- Multis), dass es tausende von Euro an Fixkosten jeden Monat kostet, Waren schön und fachlich kompetent Kunden zu beraten und Waren zu präsentieren.

Wohe soll der Umsatz kommen?????

Diese Smartphone-Spionage-Seuche muss eingedämmt werden, sonst gibt es bald nur noch annonyme, meist im Ausland (wenn überhaupt) steuernzahlende Internetläden.

Erst wenn das letzte Geschäft in den Städten geschlossen hat, es keine Fachhändler mehr gibt, dann merken diese "Smartphone-Facebook-Junkies"- Jerks, dass man Internet nicht essen und fühlen kann.

Oder soll es nur noch die 2 Riesen auf dem Markt geben??
Von:  Ralf Becker ,  CHECK24
Am: 04.04.2012

Zu: Die App-Falle: Hausverbote gegen mobilen Preisvergleich

Ich halte es in der Regel so, dass ich in einem Geschäft nichts kaufe, wenn man mich in meiner Informationssuche einschränkt oder gar maßregelt.

Wer sagt eigentlich, dass Leute, die ihr Smartphone in einem Ladengeschäft nutzen, einen Preisvergleich starten um dann woanders zu kaufen? Warum sollte ich dann überhaupt in ein Geschäft gehen? Das hat doch sowieso verloren, wenn es nur nach dem Preis geht. Hat schon mal jemand daran gedacht, dass diese Smartphone-Nutzer eher eine unvoreingenommene Bewertung des Produkts im Internet suchen und sich nicht von einem Verkäufer den letzten Müll andrehen zu lassen? Tja, früher war alles einfacher im stationären Handel. Da waren die Kunden noch nicht so vernetzt und haben dem Verkäufer noch vertraut. Heute sind die Kunden so fies und informieren sich über das Produkt. Wie soll der Händler so noch den Ramsch los werden? Ich sage es Ihnen: indem er das bietet, was die Kunden (noch) in den Laden zieht: eine echte und gute Beratung. Die kann man aber nur bieten, wenn die Mitarbeiter auch etwas zum Thema sagen können. Ich kenne nicht mehr sehr viele Einzelhändler, die wirklich beraten können - leider ...

@Jochen Florstedt: Ihre Abneigung gegen "Billiggeil Mentalität" auf Ihr Business übertragen ist doch auch ein Widerspruch in sich, oder? Eine Barbara Becker, Cindy aus Marzahn oder ein Elton verdienen ihr Geld mit öffentlichen Auftritten. Aber weil sich ihre Kunden diese "Promis" nicht leisten wollen, greifen diese auf eine billige Kopie zurück - und Sie Herr Florstedt verdienen auch noch daran. Schon mal darüber nachgedacht? Wenn nicht, holen Sie das doch jetzt nach ;-)
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