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Agentur Kuehlhaus beantragt Insolvenz
22.05.2026 Mit der Kuehlhaus AG aus Mannheim hat eine der größten inhabergeführten Digitalagenturen in Deutschland nun Insolvenzantrag gestellt.
Wie aus dem Beschluss des Amtsgerichts Mannheim hervorgeht, soll geprüft werden, ob ein Insolvenzgrund vorliegt, ausreichend Vermögen zur Deckung der Verfahrenskosten vorhanden ist und ob Chancen für eine Fortführung des Unternehmens bestehen. Antragstellerin ist die Kuehlhaus Aktiengesellschaft mit Sitz in Mannheim, vertreten durch Vorstand Tomas Vondracek, der auch gleichzeitig der Gründer der tschechischen Mutteragentur Actum ist.
Das Gericht weist den Vorstand zugleich darauf hin, dass umfassende Auskunfts- und Mitwirkungspflichten gegenüber Gericht und Sachverständigem bestehen. Der Beschluss selbst ist nicht anfechtbar.
Brisant wird der Vorgang durch die Vorgeschichte: Wie Insider berichten, hat es Streit zwischen dem Vorstand der Actum-Mutter und dem ehemaligen Kuehlhaus AG-Vorstand gegeben, die in der Folge zu einer Vielzahl von Entlassungen, unter anderem des Geschäftsführers geführt mit Gerichtsprozessen in der Folge (die Redaktion berichtete). Kuehlhaus sei, so haben wir von Insidern erfahren, bis zum Jahresende 2025 profitabel gewesen.
Zweite Krise innerhalb kurzer Zeit
Danach sei Kuehlhaus nach einer früheren Insolvenz zum 31. Juli 2025 wirtschaftlich wieder stabil gewesen, was Unterlagen belegen könnten. Eine unabhängige Bestätigung dafür liegt bislang nicht vor.Die jetzige Entwicklung deutet auf eine erneute schwere Krise des Digitaldienstleisters hin. Die Kuehlhaus AG war bereits in der Vergangenheit wirtschaftlich unter Druck geraten und in der Folge von Actum übernommen worden.
Ob eine Sanierung oder Fortführung möglich ist, soll nun das vom Gericht angeordnete Gutachten klären. Eine Aussage des aktuellen Vorstands lag bis Redaktionsschluss nicht vor.
