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Geschäftsaufgaben

188.000 Firmenschließungen in 2025: Nur jede achte ist eine Insolvenz

24.08.2026 Fast 190.000 Unternehmen haben 2025 in Deutschland ihre Geschäftstätigkeit eingestellt. Die weitaus größte Zahl der Marktaustritte vollzog sich außerhalb der Insolvenzstatistik.

 (Bild: Gerd Altmann / Pixabay)
Bild: Gerd Altmann / Pixabay
In Deutschland wurden 2025 rund 188.000 Unternehmen geschlossen, zehn Prozent mehr als im Vorjahr, zeigt eine Auswertung von Creditreform   und dem ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung  . Damit stiegen die Unternehmensschließungen zum zweiten Mal in Folge kräftig, doch nur etwa 13 Prozent davon waren Insolvenzen. Genau waren es 24.064 Fälle, ein Anstieg von ebenfalls zehn Prozent.

Rund 43 Prozent der Schließungen bestanden aus Handelsregisterabmeldungen oder von Creditreform recherchierten Geschäftsaufgaben ohne Insolvenzverfahren. Weitere 43 Prozent entfielen auf Unternehmen, die laut Creditreform/ZEW als nicht mehr wirtschaftsaktiv gelten.

Dennoch: So viele Unternehmensschließungen gab es der Studie zufolge seit etwa zwanzig Jahren nicht mehr. Neben wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewinnen Alter und fehlende Nachfolge an Bedeutung: Bei eigentümergeführten Familienunternehmen entfielen 2025 bereits 29 Prozent der freiwilligen Schließungen auf Unternehmen mit mindestens 65 Jahre alten InhaberInnen.

Gastronomie und Handel sind stark betroffen

Am stärksten verschärfte sich die Lage im Gastgewerbe. Rund 15.000 Gastronomie- und Beherbergungsunternehmen stellten ihre Tätigkeit ein, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch das Baugewerbe blieb mit rund 24.000 Schließungen und einem Anstieg von zwölf Prozent deutlich betroffen. Besonders negativ entwickelt sich die Zahl der Arztpraxen: Fast 5.500 gaben 2025 auf, 23 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wobei die Studie vor allem altersbedingte Geschäftsaufgaben und eine fehlende Nachfolge als Erklärung nennt.

Im verarbeitenden Gewerbe stiegen die Schließungen um zehn Prozent auf gut 11.000 Unternehmen. Innerhalb dieses Bereichs fällt vor allem der Fahrzeugbau auf, in dem rund 360 Firmen ihre Tätigkeit einstellten - 57 Prozent mehr als 2024. Energieintensive Industriebranchen bildeten dagegen eine Ausnahme: Dort gingen die Schließungszahlen geringfügig um 0,2 Prozent zurück.

Im Handel stiegen die Zahl der Schließungen um acht Prozent auf rund 37.000 Fälle. Das hohe absolute Niveau relativiert sich jedoch im längerfristigen Vergleich: Seit 2020 geben dort deutlich weniger Unternehmen auf als noch zu Beginn der 2000er Jahre. (Durchschnitt 2003-2011: rund 55.000, 2012-2019: 43.000, 2020-2025: 35.000).
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