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Online-Kontaktbörsen: 116 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2006

von sr

18.05.2007 Egal ob Partnersuche, unverbindliche Flirts oder Seitensprünge: In Deutschland floriert das Geschäft mit Online-Kontaktbörsen, wie eine aktuelle Studie zeigt. Auch wenn nicht jedes Business-Modell der Anbieter unbedingt eine Zukunft hat.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
116 Millionen Euro haben deutsche Anbieter von Singlebörsen im Jahr 2006 erwirtschaftet. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie 'Online-Dating-Anbieter in Deutschland', wie die Financial Times Deutschland   berichtet. Demnach haben die deutschen Portalbetreiber im vergangenen Jahr erstmals mehr mehr als 100 Millionen Euro an Umsätzen generiert. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsätze um 40 Prozent gestiegen. Für dieses Jahr rechnet die Branche mit einem Umsatzplus von zehn Prozent und erwartet einen Jahresumsatz von 127 Millionen Euro.

Kaum Umsätze erzielen die Anbieter über Onlinewerbung auf ihren Portalen. 90 Prozent aller Einnahmen gehen dagegen auf Mitgliedsbeiträge der jeweiligen Kontaktbörsen zurück. Das meiste Geld kommt über zeitliche begrenzte Premium-Zugänge zustande, etwa wenn Mitglieder eine monatliche Pauschale für die Nutzung eines Portals bezahlen. Kaum nachgefragt werden dagegen Pay-per-Use-Mitgliedsbeiträge, beispielsweise beim Flirt über eine kostenpflichtige SMS-Kurzwahl. Als alleiniges Business-Modell taugt Pay-per-Use damit nicht für Portalbetreiber.

Mehr Männer als Frauen nutzen die Partnersuche im Internet. Auf sechs männliche Online-Dating-Mitglieder kommen laut FTD vier weibliche Nutzer. Auf Seitensprung-Seiten sind sogar 75 Prozent der Nutzer männlich. Bei Kontaktbörsen rund um Partnervermittlung ist das Geschlechterverhältnis dagegen ausgeglichen. 75 Prozent der Mitglieder auf Kontaktbörsen sind zwischen 21 und 45 Jahr alt.

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